Waldbrandgefahr im Frühling

Umweltministerin Heinen-Esser warnt vor steigender Waldbrandgefahr. Die feuchte Witterung trüge. Lichtblicke gibt es dagegen beim Borkenkäfer.

Trotz derzeit feuchter Witterung hat NRWs Umweltministerin Ursula Heinen-Esser vor Waldbrandgefahr im Frühling gewarnt. „Die feuchte Witterung trügt. Alle Waldbesucher müssen umsichtig sein und sich dringend an Regeln halten: Kein Rauchen und kein Feuer im Wald, auch kleinste Brände sofort der Feuerwehr melden."

Unseren Themenschwerpunkt "Wald im Wandel" finden Sie hier:

Wie kann Wald- und Forstwirtschaft auf die veränderten Klimabedingungen reagieren? Hier finden Sie Hintergrundberichte, Reportagen und Analysen zum Thema „Wald im Wandel“.

Hintergrund: Da die Laubbäume jetzt noch kein dichtes Blätterdach tragen, kann die Sonne ungehindert die am Boden liegenden Äste, Gräser und Pflanzenteile austrocknen, informiert das Umweltministerium. Schon nach kurzer Trockenzeit kann dies lokal zu einer hohen Waldbrandgefahr führen. Im April des Vorjahres haben in mehreren Waldgebieten in Nordrhein-Westfalen Waldbrände gewütet.

2020 wurden 60 ha Wald in NRW durch Brände zerstört

Im Frühling und in den Sommermonaten steigt das Waldbrandrisiko durch ausgetrocknete Bodenvegetation insbesondere in den geschädigten Nadelwäldern an. Zudem haben Stürme, Trockenheit und der Borkenkäferbefall zu einer Zunahme von trockenen Holzresten geführt. Allein im Jahr 2020 wurden in Nordrhein-Westfalen 227 Brände registriert, die eine Waldfläche von insgesamt rund 60 Hektar zerstört haben. Die meisten Brände werden durch Menschen verursacht.

Borkenkäfer-Flug durch kalt-feuchtes Wetter verzögert

Weiter auf Hochtouren laufen im Wald die Arbeiten zur Eindämmung und Bewältigung der Schäden durch Sturm, Dürre und Borkenkäfer. Nach einer aktuellen Erhebung des Landesbetriebes Wald und Holz NRW sind seit 2018 allein in den Fichtenwäldern rund 32,7 Millionen Kubikmeter Schadholz angefallen (Stand 31.03.2021). In diesem Jahr verzögert das kalte und feuchte Wetter der vergangenen Wochen die erste Flugzeit der Borkenkäfer. Auch die tiefen Fröste führten zu einer Schwächung der Borkenkäfer-Population. Im Vergleich zu den Vorjahren gibt es Lichtblicke bei der Borkenkäferentwicklung. Dennoch sind noch gewaltige Borkenkäfer-Mengen im Wald vorhanden. Wichtig ist daher nun, diese Phase zu nutzen, um gezielt befallene Bäume zu entnehmen und damit ein weiteres Schwärmen und Ausbreiten auf Nachbarbäume zu verhindern.

Mehr zum Thema:

Monatelange Lieferzeiten und enorme Preissteigerungen: Holz-Lagerware ist Mangelware. An der Rohholzverfügbarkeit mangelt es nicht. Doch was ist der Grund für die Schnitt- und Bauholzknappheit?

Direkte Förderung

Wald: Zeit ist eben doch Geld!

vor von Kevin Schlotmann

Immer mehr offenbart die Umstellung der Privatwaldbeförsterung Schwächen: Die beauftragten Förster dürfen nur 45 Minuten pro Hektar und Jahr für ihre Arbeit förderwirksam abrechnen.



Sie müssen sich anmelden um Kommentare zu bewerten

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen

Kommentar melden

Abbrechen

Sie haben noch kein Benutzerkonto?

Benutzerkonto erstellen