Direkte Förderung

Wald: Zeit ist eben doch Geld!

Immer mehr offenbart die Umstellung der Privatwaldbeförsterung Schwächen: Die beauftragten Förster dürfen nur 45 Minuten pro Hektar und Jahr für ihre Arbeit förderwirksam abrechnen.

Immer wieder gibt es Kritik an der direkten Förderung forstlicher Zusammenschlüsse. Zurzeit wird deutlich: Die Förder­höchstsätze reichen in der aktuellen Kalamität längst nicht aus. Wie sich in der Praxis zeigt, gibt es zudem Fallstricke, um die Vorgaben der Richtlinie zu erfüllen. Dies kommt zum ohnehin hohen bürokratischen Aufwand hinzu, der sich von Ehrenamtlern kaum noch stemmen lässt.

Zu wenig Zeit in der Krise

Die Käferkalamität hat in der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Freienohl-Oeventrop-Uentrop voll zugeschlagen – bislang ist etwa das Elffache des üblichen Jahreseinschlags an Schadholz angefallen, schätzungsweise ein Drittel der FBG-Flächen sind Kalamitätsflächen.

Seit November 2020 arbeiten Forstdienstleister Ansgar Leonhardt und seine Mitarbeiter für die FBG. Seitdem heißt es: Unternehmer einweisen, Holz aufmessen, Abfuhren kontrollieren und Waldbesitzer informieren. Aufgaben, die früher der Revierbeamte erledigte. Inzwischen müssen die Dienstleister das Ganze auch noch mit dem Forstamt, der hoheitlich zuständigen Stelle, abstimmen. Bei der bislang bereits angefallenen Schadholzmenge viel Aufwand. Dieser übersteigt den bisher geltenden Förderhöchstsatz von einer Arbeitsstunde/ha deutlich. Völlig unverständlich ist daher die Neuregelung: Ende Januar hat die...


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