Corona

Wie sich das Corona-Virus überträgt

Nach derzeitigem Wissensstand gibt es verschiedene Übertragungswege für das Corona-Virus SARS-CoV-2

Laut Robert Koch-Institut ist die Aufnahme virushaltiger Flüssigkeitspartikel über die Luft derzeit der Hauptübertragungsweg. Über virushaltige Flüssigkeitspartikel, die beim Atmen, Husten, Sprechen und Niesen von erkrankten Covid-19-Patienten in die Luft abgegeben werden, können sich gesunde Menschen über die Schleimhäute infizieren.

Übertragung der Coronaviren durch Tröpfcheninfektion

Bei einer Tröpfcheninfektion handelt es sich um kleine Tröpfchen in einer Größe von mindestens 5 Mikrometer. Diese fallen in einem Abstand von ungefähr 1 bis 1,5 m relativ schnell zu Boden. Daher ist auch das Abstandhalten von 1,5 bis 2 m so wichtig.

Übertragung von Coronaviren durch Aerosole

Zunehmend geraten nun auch kleinere virushaltige Flüssigkeitströpfchen, sogenannte Aerosole aus der Ausatemluft in den Fokus. „In diesen feinen Aerosol-Partikeln können auch noch infektiöse Viren sein. Und die Infektiosität kann tatsächlich für mehrere Stunden bleiben“, sagt Prof. Christian Drosten in seinem Podcast.

Der Berliner Virologe vermutet, dass Aerosole bei der Verbreitung des Virus eine ebenso große Rolle spielen wie die Infektion über virusbelastete Tröpfchen. Da Aerosole länger in der Luft stehen bleiben, ist es wichtig, vor allem in Innenräumen für einen Luftaustausch zu sorgen, etwa durch verstärktes Lüften.

Übertragung von Coronaviren durch Schmierinfektion

Die Übertragung des neuen Corona-Virus kann auch über Schmierinfektionen, wie über mit infektiösen Körpersekreten, wie Speichel, Urin oder Stuhl, kontaminierte Gegenstände, erfolgen. Dieser Übertragungsweg wird derzeit als gering eingestuft.

Scheinbar spielt bei der Verbreitung auch die Umgebungstemperatur eine Rolle. So weiß man, dass das neue Corona-Virus bei kühlen Temperaturen um 4 °C und kühler stabiler ist. Das sind Temperaturen wie sie auch in vielen Räumen von Schlachthöfen herrschen.

Mehr zum Thema:

Die neue Corona-Warn-App soll Nutzer vor einer möglichen Infektion warnen. Sie lässt sich auf fast jedem Smartphone einfach installieren. Die Nutzung ist kostenlos und freiwillig.

Wer Zuhause einen Angehörigen pflegt, der ist derzeit besonders ­gefordert. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ist vor allem für ältere und pflegebedürftige Menschen bedrohlich.


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