Corona-Pandemie

Schutz vor Coronavirus in der häuslichen Pflege

Wer Zuhause einen Angehörigen pflegt, der ist derzeit besonders ­gefordert. Eine Ansteckung mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ist vor allem für ältere und pflegebedürftige Menschen bedrohlich.

Zum anderen stehen unterstützende Hilfen für die häusliche Pflege derzeit nur teilweise zur Verfügung. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hat Informationen und praktische Tipps zusammengetragen, die Familien bei der Pflege zu Hause ­unterstützen.

Schutz vor Corona bei der Körperpflege

Zunächst ist es wichtig, die derzeit gültigen allgemeinen Regeln genau zu beachten. Dazu zählt unter anderem:

  • das Haus nicht unnötig verlassen,
  • Nies- und Hustenetikette einhalten,
  • sich nicht ins Gesicht fassen,
  • mindestens 1,50 m Abstand zu anderen Menschen halten und diesen – soweit möglich – auch im Umgang mit der pflegebedürftigen Person beachten.

Bei der Körperpflege lässt sich ein solcher Mindestabstand meist nicht einhalten. Dann ist es sinnvoll, zum Schutz der pflegebedürftigen Person eine Mund-Nasen-­Bedeckung oder, falls vorhanden, einen medizinischen Mund-Nasen-­Schutz zu tragen.

Unbedingt sollten sich pflegende Angehörige vor jedem Kontakt mit der zu pflegenden Person für mindestens 20 Sekunden die Hände mit Seife waschen.

Corona: Haben Sie einen Plan B?

Pflegende Angehörige, die bei sich Anzeichen einer Atemwegserkrankung oder Fieber wahrnehmen, sollten das weitere Vorgehen telefonisch mit dem Hausarzt besprechen. Wichtig ist es, einen Plan zu haben, falls man selbst als Pflegeperson ausfallen sollte.

Klären Sie ab, wer Sie aus dem Familien- und Freundeskreis oder aus der Nachbarschaft vertreten kann oder ob ein professioneller Pflegedienst diese Aufgaben übernehmen kann. Generell ist es sinnvoll für Entlastung zu sorgen, indem beispielsweise Lieferdienste genutzt und Nachbarn um Hilfe gebeten werden.

Arzneimittelverordnungen und Medikamente lassen sich per Post zustellen. Mit dem Hausarzt lässt sich vielleicht auch vereinbaren, dass Medikamente über einen längeren Zeitraum verordnet werden.

Wer berufstätig ist, sollte mit seinem Arbeitgeber klären, wie die Pflege zu Hause ermöglicht werden kann. Neben Homeoffice lassen sich eventuell Überstunden abbauen oder Arbeitszeiten flexibler gestalten. Möglicherweise ist auch eine Freistellung realisierbar.

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