Futteralternativen

Bullen Hirse füttern

Emsländer Jörg Lübbers baut erstmalig Hirse an. Diese will er mit dem späten Mais häckseln und mit einsilieren. Er ist gespannt, ob seine Bullen die C4-Pflanze gerne fressen.

Im Emsland ist der Boden sandig, an vielen Stellen gibt es gerade einmal 20 Bodenpunkte. So auch bei den Flächen von Jörg Lübbers, Bullenmäster in Lingen.

Nachdem der Landwirt sein Getreide im Juni geerntet hatte, war kein Regen in Sicht. „Ich wollte auf den abgeernteten Flächen kein Gras säen, weil es zu viel Wasser benötigt. Mais hätte ich erst Ende Juni legen dürfen“, erklärte Lübbers. So fiel die Entscheidung nach Beratung mit der örtlichen Genossenschaft auf Hirse. Lübbers wollte den Anbau einfach mal ausprobieren: „Zumindest der Acker ist grün und Hirse kann zusammen mit dem Mais gehäckselt und einsiliert werden“, sagte der Landwirt zu den anwesenden Bullenmästern. Gert Borcherding, Ringberater beim Altkreis Lingen, besuchte den Betrieb Lübbers mit seinem Arbeitskreis für Bullenmast.

Ungewiss ist bisher, welchen Futterwert Hirse hat und ob die Bullen sie gerne fressen. Das bleibt abzuwarten. Die Genossenschaft teilte dem Bullenhalter mit, dass der Futterwert dem zweiten Schnitt von Gras ähnelt. „Der Anbau der Pflanze ist aber günstiger als der Anbau von Mais, somit ist das Risiko geringer“, begründete Lübbers seine Entscheidung.

Insgesamt scheint Hirse die Hitze deutlich besser zu verkraften als Mais: „Als es zwischendurch ganz trocken war, ist die C4-Pflanze nicht weitergewachsen. Das geschah erst wieder, als es geregnet hat. Aber sie hat keinen Schaden genommen und kommt trotzdem“, berichtete der Landwirt. Zusätzlich sei Hirse ein guter Gülleverwerter. „Das ist nicht unwichtig für die Stoffstrombilanz“, fügte Borcherding hinzu.

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