Workshops, Rezepte und Tagungen

Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel" läuft

Seit Dienstag läuft die erste bundesweite Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung. In ganz Deutschland beteiligen sich Vereine und Verbände, Unternehmen und Privatpersonen mit kreativen Aktionen.

Die bundesweite Aktionswoche für mehr Lebensmittelwertschätzung ist eine gemeinsame Initiative von „Zu gut für die Tonne!“ des Bundeministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der Ministerien der Länder. Jedes Jahr landen in Deutschland pro Kopf rund 85 kg Lebensmittel im Müll. Ziel ist es, diese Zahl deutlich zu reduzieren. Eine Übersicht der Aktionen gibt es hier.

Hier einige Aktionen aus NRW und Niedersachsen:

  • Reste-Rezepte: Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster und die „Fairteilbar“ Münster teilen Rezepte, zum Beispiel Pesto aus Möhrengrün, Gemüsechips oder Obst-Crumble. Die Rezepte gibt es im Postkartenformat und online. Die „Fairteilbar“ verwendet ausschließlich Lebensmittel, die sonst im Müll gelandet wären.
  • Konsum mit Mehrwert: Wie viel der in Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen zubereiteten Speisen werden weggeworfen und was lässt sich dagegen tun? Das untersucht die Verbraucherzentrale NRW im Rahmen des Projekts MehrWertKonsum gemeinsam mit Einrichtungen aus ganz NRW. Ziel ist es, Lebensmittelabfälle zu reduzieren und eine klimafreundliche Verpflegung zu unterstützen. Am kommenden Montag, 28. September, gibt es dazu ein Online-Seminar für Küchenpersonal und Caterer, Träger und Kitaleitungen.

  • Krummes Gemüse in der Kita: Egal ob krumm oder schief, auf die inneren Werte kommt es an! In der Kita Pusteblume in Goch (Kreis Kleve) landet auch optisch nicht ganz so schönes Obst und Gemüse auf dem Teller. Auf der Speisekarte der Kita stehen in dieser Woche krumme Gurken, lustige dreibeinige Möhren oder schrumpelige Äpfel. Auch die Kinder werden in der Woche in kleinen Kochmodulen angeleitet zusammen mit ihren Eltern kleine Gerichte aus krummem Gemüse zuzubereiten. Die Eltern erhalten zur Inspiration ein Heft mit köstlichen Retterrezepten sowie nützliche Tipps zur Resteverwertung von der Kitaköchin.

  • Kartoffelernte: Am Sonntag, den 27. September, können interessierte Verbraucher auf einem Acker der Familie Schulze im Landkreis Gifhorn selbst Kartoffeln ernten. „Wir zeigen den Menschen vor Ort, was hinter dem Anbau von Kartoffeln steckt“, erklärt Heike Schulze. „Mit Tipps zur Lagerung und Verarbeitung möchten wir die Wertschätzung für das Produkt steigern.

  • Videos für clevere Resteverwerter: Was tun mit 100 g Reis oder zwei braunen Bananen? In kurzen Videos zeigt der Landfrauen-Kreisverband Osnabrück, wie sich aus Resten leckere und schnelle Gerichte zaubern lassen. Vom 22. – 29. September 2020 posten die Landfrauen jeden Tag ein Video auf ihrer Facebookseite.
  • Fragen an die Politik: Bildungszentren im ländlichen Raum rufen dazu auf, Bundestagsabgeordnete aus dem eigenen Wahlkreis zu fragen, was sie gegen Lebensmittelverschwendung tun wollen. An der Aktion beteiligen sich unter anderem die Katholische Landvolkhochschule (KLVHS) Oesede und die Landvolkshochschule Freckenhorst. Alle Informationen sowie die Vorlagen für die E-Mail an die Politiker gibt es unter www.mittel-zum-leben.info. Die Antworten der Politiker sollen anschließend veröffentlicht werden. Außerdem sollen sie in Politikgespräche einfließen, die der Verband der Bildungszentren im ländlichen Raum (VBLR) führen will.

2. Mai: Tag der Lebensmittelverschwendung

Speisereste verwerten statt wegwerfen

vor von Bettina Pröbsting

Statistisch gesehen landen alle Lebensmittel, die von Jahresbeginn an bis zum 2. Mai produziert werden, im Abfall. Es gibt Internetseiten und Apps die helfen, Reste zu vermeiden.

"Wirf mich nicht weg"

Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

vor von Marit Schröder

Jedes achte Lebensmittel landet auf dem Müll. Das Projekt „Wirf mich nicht weg!“ will das ändern. Mit vielen praktischen Tipps und Tricks werden Schüler zu Lebensmittel-Detektiven. Ihre...


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