Braunes Laub

Frostschäden im Garten: Viele Pflanzen sind zu retten

Das eisige Februarhoch im Februar setzte immergrünen Gehölzen zu. Sie sehen verfroren und vertrocknet aus. Oft steckt aber noch Leben in den Pflanzen, sagt Wochenblatt-Gärtnerin Angelika Laumann.

Strahlend blauer Himmel, viel Sonne und Minustemperaturen - was uns Menschen erfreut, ist insbesondere für immergrüne Gehölze eine starke Belastung. Sie müssen auch im Winter ihr Laub mit Wasser versorgen. So lange der Boden frostfrei ist, gelingt ihnen das. Setzt jedoch Frost ein, fehlt der Wassernachschub. Kommt dann noch intensive Sonneneinstrahlung hinzu, werden die Blätter regelrecht gefriergetrocknet. Der Gärtner spricht von Frosttrocknis.

Angelika Laumann, Gärtnerin im Kreislehrgarten Steinfurt, erklärt, dass viele Gehölze mit Trockenschäden im Frühling doch noch austreiben werden. (Bildquelle: Laumann)

Kirschlorbeer, Glanzmispel, Bambus und Rosmarin

Immergrüne Pflanzen mit großen Blättern, etwa bestimmte Kirschlorbeerarten, sind davon besonders stark betroffen. Die winterlichen Trockenschäden zeigen sich aber auch an anderen Laubgehölzen wie Liguster, Japanischem Spindelstrauch und Glanzmispeln. Auch Gräser wie Bambus und Kräuter wie Rosmarin und Lorbeer sind verbräunt. Manche Pflanzen sind teilweise grün, teilweise braun. Sie waren stellenweise mit isolierendem Schnee bedeckt, unter dem Stängel und Laub vor dem Austrocknen geschützt waren. Pflanzen, die an der Südseite stehen, zeigen die größten Trockenschäden.

Grünes Kambium ist ein gutes Zeichen

Das braune, vertrocknete Laub ist verloren und fällt nach und nach ab. Um zu schauen, wie weit die Pflanzen abgestorben sind, sollte die Rinde an den Ästen vorsichtig mit einem scharfen Messer angeschnitten werden. Zeigt sich die Kambium-Schicht direkt unter der Rinde grün, ist der Bereich lebendig und könnte wieder austreiben. Kommt unter der Rinde aber eine trockene, braune Schicht zum Vorschein, ist der Trieb verloren.

Vitalitätstest mit dem Messer: Ist die Schicht unter der Rinde braun, treibt der Zweig nicht mehr aus und sollte abgeschnitten werden. (Bildquelle: Laumann)

Rückschnitt und Düngen

Vertrocknete Triebe werden abgeschnitten. In rauen Lagen wartet man damit am besten noch, bis keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Vitale Gehölze treiben aus schlafenden Augen neu aus. Damit sind Knospen gemeint, die durch den Rückschnitt aktiviert werden. Damit die Pflanzen genug Kraft zum Austreiben haben, versorgt man Gehölze mit einem Baum-, Strauch- und Heckendünger nach Packungsanleitung. Sollte es im Laufe des Frühjahres wieder längere Trockenphasen geben wie in den vergangenen Jahren, müssen die Pflanzen regelmäßig gewässert werden, um den Austrieb nicht zu gefährden.

Im Saft stehende, grüne Zweige sind von frostgetrockneten Trieben oft bereits mit bloßem Auge zu unterscheiden. (Bildquelle: Laumann)


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