Themen / Die Landvolk-Fahne: Ein umstrittenes Symbol

Radikalisieren sich die Landwirte? Auf jüngsten Demonstrationen und bei Aktionen ist sie häufiger Begleiter: Die schwarze Fahne der Landvolk-Bewegung.

Die schwarze Fahne mit weißem Pflug und rotem Schwert ist 1927/28 in der sogenannten Landvolk-Bewegung in Schleswig-Holstein entstanden und war das Kampfsymbol dieser völkisch-nationalistischen Bewegung. Als Folge einer schweren Agrarkrise waren damals überall in Deutschland Bauernproteste aufgeflackert, am umfangreichsten und radikalsten in Schleswig-Holstein. Zigtausende Bauern traten dort nicht nur gegen ihre Agrarverbände auf, sondern attackierte auch den demokratischen Rechtsstaat und dessen lokale und regionale Amtsträger.

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In diesen Tagen ist auf Landwirtschaftsdemonstrationen eine schwarzweißrote Fahne mit Pflug und Schwert zu sehen. Was steckt dahinter? Woher kommt sie? Und was ist ihre Botschaft?

Die Symbole wirken martialisch: Mal ist es ein schwarzes Tuch mit Pflug und rotem Schwert, mal ein Banner mit bekannten Politikern, dazu ein Galgenstrick - diese "Zutaten" auf Bauerndemonstrationen...

Verboten ist sie nicht, umstritten dagegen schon: Die schwarze Landvolk-Fahne polarisiert. Wir haben zwei Landwirte nach ihrer Meinung gefragt.