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Westfälisch-Lippischer Landfrauenverband

Positionspapier: Landfrauen gegen Rechts

Intensiv und voller guter Ergebnisse war die erste Landesvorstandsitzung des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbandes 2020. Bei der Arbeitstagung in Münster bezogen die Landfrauen klare Kante gegen Rechts.

Bei der Landesvorstandssitzung ging es um ein ernstes Thema. Der WLLV verabschiedete gestern ein Positionspapier gegen Rechts.

Auf ihrer Landesvorstandssitzung zeigten die Landfrauen aus Westfalen-Lippe wieder einmal mehr, dass sie den ländlichen Raum und die Frauen im ländlichen Raum stärken. Gemeinsam bezogen die Landfrauen von Landes- und Kreisebene klare Kante gegen Rechts und Frauenfeindlichkeit.

Mit großer Sorge betrachten die Landfrauen spaltende Tendenzen in der Gesellschaft. Das gilt nicht nur für die Landwirtschaft, sondern aktuell für die ureigenen Werte unserer Gesellschaft - die Demokratie. Angetrieben von den aktuellen Entwicklungen in Thüringen verabschiedete das Gremium unter Vorsitz der Präsidentin Regina Selhorst bei seiner gestrigen Tagung in Münster ein entsprechendes Positionspapier. Hinter diesem stehen 43 000 Landfrauen aus Westfalen-Lippe.

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Landfrauen zeigen Flagge gegen Rechts

"Rechtsextremes und antidemokratisches, sowie frauenfeindliches Gedankengut darf das gesellschaftliche Klima nicht weiter vergiften. Wir brauchen eine Gesellschaft, die für ein respektvolles, tolerantes und soziales Miteinander einsteht. Die Parteien der Mitte dürfen extremen Strömungen keine Bühne geben, indem sie sich selber zerfleischen", heißt es in der Resolution. Deutlich machen die Landfrauen, dass sie sich von jeder Partei distanzieren, die die liberale Demokratie ablehnt und Frauenrechte in Frage stellt. "Wir erteilen Antifeminismus, einer hierarchischen und autoritären Geschlechterordnung eine klare Absage. Wir stehen für vielfältige Lebensentwürfe und die Gleichstellung aller Geschlechter".

Politik: Frauen stärken Frauen

Die Verbandsspitze appellierte an Frauen, sich stärker in die kommunalpolitischen Angelegenheiten einzubringen. "Am 13. September sind Kommunalwahlen in NRW. Doch es sind zu wenig Frauen in den Parlamenten vertreten", sagte Präsidentin Regina Selhorst.

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Mit der Resolution nimmt der WLLV auch hier eine klare Position ein und stellt sich hinter die Frauen, die ein politische Amt bekleiden bzw. einnehmen wollen. "Demokratie braucht Vertrauen, Haltung, Schutz, Mitgestaltung und gemeinsames Handeln. Auch wenn sich manche Frauen selbst nicht in die 1. Reihe wagen, so können sie durch ihr Handeln den Aktiven den Rücken stärken und Anerkennung geben. Demokratie braucht Jede und Jeden und vor allem Wertschätzung für die, die Mandate übernehmen."