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Konfitürengläser auf den Kopf stellen?

In vielen Anleitungen zum Konfitüre-Kochen wird empfohlen, die Gläser nach dem Einfüllen der frisch gekochten Marmelade auf den Kopf zu stellen. Dies ist jedoch nicht immer nötig.

Wenn beim Konfitürekochen sauber gearbeitet wird, müssen die Gläser nicht auf den Kopf gestellt werden.

Doch das ist nicht unbedingt nötig, erklärt Prof. Dr. Guido Ritter von der Fachhochschule Münster, Fachbereich Oecotrophologie. Wenn der kochend heiße Fruchtaufstrich direkt abgefüllt und die Einmachgläser sofort mit dem Schraubverschluss verschlossen werden, sind in der Regel alle Keime abgetötet. Vorausgesetzt, die Gläser sind sauber und das Einkochgut wurde eine ausreichend lange Zeit erhitzt.

Die Empfehlung, die Gläser auf den Kopf zu stellen kommt aus einer früheren Zeit, in der die Küchenhygiene nicht immer so gut gelungen ist. Das Stürzen soll helfen, mögliche Keime im oberen Bereich des Glases und am Deckel durch die Hitze des Fruchtmus abzutöten.

Wer ganz sicher gehen möchte, dass alle Keime im oberen Bereich abgetötet sind, stellt die verschlossenen Gläser eine Stunde bei 80 °C aufrecht in den Backofen oder in einen Einkochtopf.

Wer trotzdem nicht auf das Umdrechen verzichten möchte, sollte die Gläser nach fünf Minuten wenden. Sonst kann die erkaltende Konfitüre am Deckel hängen bleiben. Das sieht später unappetitlich aus, wenn das Glas geöffnet wird.

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