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Agritechnica 2019

Agritechnica-Goldmedaille für John Deere

Die DLG hat die Preisträger des "Innovation Award Agritechnica 2019" bekannt gegeben. Insgesamt hatte die internationale Landtechnikbranche 291 Neuheiten eingereicht. Letztlich vergeben wurden eine Goldmedaille und 39 Silbermedaillen.

John Deere ersetzt den hydraulischen Teil eines stufenlosen Getriebes durch Elektromotoren.

Nach Angaben der Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) liegen die Schwerpunkte der technischen Entwicklung in der Landtechnik in diesem Jahr in den Bereichen Effizienz, digitale Kompatibilität, Komfort und Sicherheit sowie verbesserte Technik für eine nachhaltige und umweltschonende Bewirtschaftung.

Gold für John Deere

Die einzige Goldmedaille - sie wird für Entwicklungen vergeben, die komplett neue Funktionen ermöglichen oder bestehende Funktionen und Verfahren entscheidend verändern - hat John Deere für ein elektrisch-mechanisch leistungsverzweigte Getriebe erhalten.

In Landwirtschaftstraktoren kommen seit über 20 Jahren Stufenlosgetriebe mit hydrostatisch-mechanischer Leistungsverzweigung zum Einsatz. Für elektrische Antriebe mit höherem Leistungsbedarf auf dem Traktor (Lüfter, Druckluft-/Klimakompressor usw.) oder auf Anbaugeräten wurden bislang zusätzliche Generatoren verbaut. Das eAutoPower-Getriebe für die neuen 8R-Großtraktoren von John Deere stellt nun das erste elektrisch-mechanisch leistungsverzweigte Getriebe in der Landtechnik dar. Technisch wird auf die Hydroeinheit (Pumpe/Motor) komplett verzichtet, stattdessen kommen zwei E-Maschinen als stufenloses Stellglied zum Einsatz.

Strom für externe Verbraucher

Die E-Maschinen sind so dimensioniert, dass sie nicht nur den Fahrantrieb versorgen, sondern zusätzlich bis zu 100 kW elektrische Leistung für externe Verbraucher bereitstellen können. Die dadurch mögliche Traktor-Geräte-Elektrifizierung wird an einer gemeinsam mit der Firma Joskin entwickelten Systemlösung für die Gülleausbringung demonstriert, bei welcher zwei Achsen eines Tridem-Güllefasses elektrisch angetrieben werden. Traktorseitig resultieren aus dieser Integration eines elektrischen Leistungspfades verbesserte Getriebewirkungsgrade und geringere Unterhaltskosten. Zusätzlich können bei Abnahme von elektrischer Leistung für externe E-Komponenten die bei leistungsverzweigten Getriebestrukturen in bestimmten Betriebspunkten auftretenden Blindleistungsflüsse „angezapft“ werden, was den Gesamtwirkungsgrad weiter verbessert. In der Kombination mit einem Achsantrieb am Güllefass ergeben sich im praktischen Einsatz u. a. höhere Traktion, geringerer Schlupf und bessere Spurführung in Seitenhängen.

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