Wilmas Wildbienen Wiese

Landjugend legt Blühwiesen an

Die Landjugend Pelkum hat in Hamm den Wildbienen den Tisch gedeckt. Auf fast 2 ha haben sie für Blühflächen gesorgt und ihren Mitbürgern kleine Samentütchen zur Verfügung gestellt.

An vielen Stellen in Hamm summt es in diesen Tagen. Wildbienen fliegen bunte Blüten an und suchen Nektar. Den Tisch für sie gedeckt hat die Landjugend aus dem Stadtbezirk Pelkum. Sie nimmt damit an der Aktion „Wilmas Wildbienen Wiese“ (#wiwiwi) teil. Das ist die Jahresaktion der Westfälisch-Lippischen Landjugend (WLL), benannt nach ihrem Maskottchen, der Plüschkuh Wilma.

Die Landjugend Pelkum mit ihren knapp 20 Mitgliedern hat Ehrgeiz bewiesen: Sie hat die größte Saatgutmenge über die Geschäftsstelle der WLL bezogen und vermutlich für die größte Blühfläche gesorgt.

Erst Hotel für Bienen, dann Buffet

Im Jahr 2019 waren die Orts­gruppen der WLL aufgerufen, Insekten­hotels zu zimmern. Jana Schütte, erste Vorsitzende der Landjugend Pelkum, konnte damals kaum jemanden motivieren. Die Pelkumer LaJus bauten über den Sommer gerade mal sechs Unterkünfte.

Ganz anders in diesem Jahr: Die jungen Erwachsenen aus Pelkum und Umgebung sorgten dafür, dass auf insgesamt fast 2 ha mehrjährige Wildblumen blühen. „Wir wollten uns in Zeiten von Corona für die Natur, aber auch den Ort engagieren“, bringt es Jana Schütte auf den Punkt.

Sie knüpfte Kontakt zum Grünflächenamt der Stadt Hamm, um Flächen für die Blühmischungen auszumachen. Insgesamt sieben Flächen mit einer Gesamtgröße von 1000 m² durften die Landjugendlichen für ihre Aktion nutzen – nicht nur in Pelkum, sondern auch in den Stadtbezirken Herringen und Rhynern.

Anfang Mai fiel der Startschuss. Städtische Mitarbeiter hatten zuvor die Flächen geräumt. Im Anschluss rückten die Landjugendlichen mit Harken und Rechen an und begannen, die Samen einzusäen. „Alles in Handarbeit“, wie Jana Schütte ­betont. Danach hieß es, den Boden zu verdichten. Die erste Vorsitzende bekam Rasentrittbretter von ihrem Vater.

Mehrere Stunden über zwei Tage verteilt waren die Landjugendlichen im Einsatz. Dabei achteten sie auf die Corona-Regeln: Maximal zwei Personen arbeiteten zusammen. Alle trugen eine Maske. Außerdem malten sie bunte Schilder, um den Spaziergängern das Landjugend-Projekt zu erklären.

Landwirte und Bürger mit Blühmischungen versorgt

„Im vergangenen Jahr haben wir die Hotels gebaut. Jetzt sorgen wir fürs Buffet für die Wildbienen“, sagt Schriftführerin Sarah Baukelmann. Sie stammt von einem Schweinemastbetrieb. Ihr Bruder Jonas säte per Hand 400 m² Blühmischung an den Ackerrändern des Betriebes. Vier Landwirte haben die Landjugendlichen mit Saatgut versorgt. Auf insgesamt 16  000 m2 brachten die Bauern maschinell die Blühmischung aus.

Doch die Landjugendlichen en­gagierten sich nicht nur auf den ­Flächen. In Bäckereien, der Kirche und in Hof­läden verteilten sie Gläser mit „Blühmischungen to go“. Neben einer gemalten Wilma und einer kurzen Erklärung fanden die Hammer dort kleine Samen­tüten namens „Bienenschmaus“.

Der Bienenschmaus enthält eine Samen­mischung für 2 m² – ideal, um damit Balkonkästen, große Blumen­töpfe oder den Kleingarten zu bepflanzen.

Das WLL-Maskottchen Wilma steht Pate für die Wild­blumenwiesen. (Bildquelle: Otte)

Fotos im Internet sorgen für Aufmerksamkeit

Auch in Parks stellten sie Gläser auf. „Leider wurden einige geklaut oder zerstört“, erzählt Jana Schütte. Daraus lernten sie und gaben die Samentütchen direkt an Vereine wie dem Tennisclub und versorgten damit drei Kitas und eine Grundschule.

Verbunden waren die Tütchen immer mit der Bitte, Fotos der blühenden Blumen der Landjugend zu schicken. Die Bilder präsentieren sie auf ihrem Facebook- und Instagram-Kanal. Außerdem posten die LaJus dort Bilder und Videos von ihren Blühflächen. „Über unsere Kanäle erhalten wir viel positiv Resonanz. Das spornt uns weiter an“, sagt Jana Schütte.

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