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Gemüse und Obst in Folie

Warum ist Öko-Gemüse in Kunststofffolie eingeschweißt?

Mancher Verbraucher ist verwundert, wenn er eine Bio-Gurke in Plastikfolie sieht. Das passt so gar nicht zum ökologischen Landbau. Der Grund ist ein rein praktischer.

Ökologisch erzeugtes Gemüse wird oft in Folie angeboten. Denn es muss einwandfrei zu unterscheiden sein, von herkömmlicher Ware.

Im Supermarkt ist Obst und Gemüse aus ökologischem Anbau häufig in Plastikfolie eingeschweißt, während konventionelle Ware lose in den Regalen liegt. Das ist für viele Konsumenten unverständlich, da gerade der Ökolandbau für Ziele wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz steht.

Der Grund ist praktischer Natur, meldet das Bundeszentrum für Ernährung: Ökologische und konventionelle Waren dürfen im Geschäft nicht vertauscht werden. Da ein einfaches Klebeetikett schnell abfallen kann, wird die Ware mit der geringeren Stückzahl - nämlich Bio-Obst und Bio-Gemüse - verpackt und gekennzeichnet.

Es ist eine Verbesserung in Aussicht: das "Natural Branding", übersetzt "natürliches Markieren". Dabei handelt es sich um eine Methode zur Kennzeichnung von Obst und Gemüse. Das Bio-Symbol wird mit einem Laser auf die Frucht "tätowiert". Das Verfahren ist von Bio-Zertifizierungsstellen genehmigt und für unbedenklich erklärt worden. Beim Kennzeichnen werden die obersten Pigmente der Schale abgetragen und ein Logo oder Schriftzug in die Schale geprägt. Die "tätowierte" Stelle kann entfernt oder mitgegessen werden.