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Ohne Sport geht es nicht

Abnehmen – das schaffen viele, immer und immer wieder. Die Schwierigkeit liegt darin, das verringerte Gewicht langfristig zu halten. Zwei Frauen verraten, wie sie es schaffen.

Für alle, die auf ihr Gewicht achten müssen oder möchten, ist Sport unerlässlich. Foto: Wulfekotte

Sie war „immer mehr als die anderen“, erzählt Lisa Berling aus Lingen, Landkreis Emsland. „Ich habe immer gerne gekocht und gegessen. Und ich habe mich gehen lassen“, ist ihr heute bewusst. Die Landfrau fühlte sich unwohl in ihrer Haut. Doch allein kriegte sie die Kurve nicht.

Deshalb meldete sie sich im Herbst 2010 bei dem Kurs „Schlank ab 40 – leichter, aktiver, gesünder“ der Landwirtschaftskammer Niedersachsen an. Dieser Kurs dauerte sechs Monate und beinhaltete neben Ernährungsberatung und dem Erfahrungsaustausch auch Kochabende und die gezielte Motivation zu einem aktiveren Leben.

Realistische Ziele setzen

Das war für Lisa Berling genau das Richtige. „Abnehmen konnte ich vorher auch schon. Aber jetzt kann ich das Gewicht auch halten“, freut sie sich. Sie ist überzeugt, dass es am Sport liegt, dass sie jetzt schon seit etwa einem Jahr ihr Gewicht hält. Mehr noch: Nachdem der Kurs geendet hatte und sie dort 15 kg an Gewicht verloren hatte, nahm sie sogar noch weitere 3 bis 4 kg ab.

Ihr hat es gut gefallen, dass die Kursleiterin die Teilnehmer dazu aufforderte, eigene Ziele zu finden, diese vorzustellen und sich anschließend an diesen selbst gesteckten Zielen messen zu lassen. Sie selbst nahm sich zunächst vor, eine Stunde pro Woche Sport zu treiben. Das klappte jedoch so gut, dass sie inzwischen ihr Sportprogramm auf 2,5 Stunden wöchentlich ausgedehnt hat.

Kräuterquark statt Gulasch

Beim Essen achtet sie heute sehr genau darauf, was sie isst. Vor jeder Mahlzeit trinkt sie ein Glas Wasser, denn das nimmt den ersten Hunger. Wenn es um das Mittagessen geht, dann muss sie entweder erfinderisch sein oder Kompromisse eingehen. Denn sie kocht nicht für sich allein, sondern auch für drei hungrige Männer: ihren Mann, ihren Sohn und ihren Schwiegervater. Diese sind gute Hausmannskost gewohnt und möchten an ihren Ernährungsgewohnheiten nur ungern etwas ändern.

Dennoch kocht sie für sich kein separates Menü. „Mir macht es nichts aus, auf das Gulasch zu verzichten. Ich esse die Kartoffeln dann zum Beispiel mit Kräuterquark.“

Abnehmen in der Gruppe

Anders essen und mehr bewegen – das ist auch für Angelika Rothenbusch die Grundlage dafür, ihr neu gewonnenes Gewicht zu halten. Bevor sie jedoch endlich für sich den richtigen Weg gefunden hat, lagen viele gescheiterte Diätversuche hinter der 56-Jährigen aus Arnsberg im Hochsauerlandkreis. Von der Diplom-Oecotrophologin Birgit Molitor erfuhr sie von dem Optifast-Programm, dass diese am Krankenhaus in Arnsberg leitete. „Kurzentschlossen habe ich mich dort angemeldet. Die Kombination aus Diät, Beratung und Bewegung hat mich überzeugt“, erzählt die diäterfahrene Frau.

Gewicht zum Wohlfühlen

Das ist jetzt fast zwei Jahre her. Heute geht es Angelika Rothenbusch gut. Sie strahlt und fühlt sich sichtlich wohl in ihrem Körper. Insgesamt 32 kg hat sie abgenommen. Ein paar Pfunde sind zwar wieder drauf, aber jetzt hält sie ihr Gewicht, mit dem sie gut leben kann.

„Machen Sie auf jeden Fall Sport, denn ohne geht es nicht,“ so ihr Tipp für alle Gleichgesinnten. „Ich gehe zweimal pro Woche ins Fitnessstudio, walke regelmäßig und gehe gern wandern“, erzählt sie von ihrem umfangreichen Bewegungsprogramm. Auch ihre Ernährung hat sie grundlegend geändert. „Ich vermeide Fett, esse viel Körnerbrot und viel Obst“, zählt sie auf. Dabei hat sie immer ein Ziel vor Augen: „Ich will nicht wieder so werden wie früher.“ Ursula Wulfekotte

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie im Wochenblatt Folge 2/2012 auf den Seiten 86 und 87.