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Kälteeinbruch im Mai

Eisheilige: Warten auf die „Kalte Sophie“

Wer empfindliche Pflanzen zu früh ins Freie stellt, muss auch im Mai noch mit Frostschäden rechnen. Doch ein Ende ist laut Wetterregel am 15. Mai in Sicht.

Viele Gartenpflanzen trotzen Spätfrösten im Frühjahr. Jungpflanzen aus der Gärtnerei und Kübelpflanzen reagieren darauf sehr empfindlich.

Seit Wochen stehen in Gärtnereien, auf Wochenmärkten und sogar in Discountern Sommerblumen und Gemüsejungpflanzen zum Verkauf bereit. Viele Hobbygärtner haben auch schon zugegriffen und gepflanzt. Die Erfahrenen unter ihnen schützen das empfindliche Grün aus dem Gewächshaus vor nächtlicher Kälte. Denn eine frostige Nacht reicht, um Sensibelchen wie Basilikum, Paprika oder andere wärmeliebende Pflanzen zusammenbrechen zu lassen.

Wetterdienst bestätigt Eisheilige

„Vor Nachtfrost du nie sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ So lautet eine alte Wetterregel, die auf den Namenstag der Heiligen Sophia von Rom am 15. Mai abzielt. Ihr Gedenktag ist der letzte der sogenannten Eisheiligen. Sie beginnen alljährlich am 11. Mai mit dem Namenstag des Heiligen Mamertus. Ihm schließen sich die Gedenktage weiterer prominenter, katholische Namensgeber an, die im vierten bis fünften Jahrhundert lebten: die Heiligen Pankratius, Servatius und Bonifatius.

Tatsächlich zeigen die Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes, dass es in der zweiten Maihälfte öfter zu Kälteeinbrüchen kommt. Auch in diesem Jahr wurde es zu den Eisheiligen schlagartig kalt. In der Nacht zum vergangenen Montag war es vielerorts frostig. Für die kommenden Nächte ist aber in weiten Teilen Westfalen-Lippes nicht mit Minusgraden zu rechnen. Nur für die Region Siegen-Wittgenstein melden Wetterdienste leichten Nachtfrost.

Vlies griffbereit halten

Meldet der Wetterdienst frostige Nachttemperaturen, sollten Gemüsepflanzen, Sommerblumen und empfindliche Aussaaten mit einem Gärtnervlies abgedeckt werden.

Eine Vliesauflage schützt Gemüse oder Blumen vor dem Verfrieren.
Das licht-, luft- und wasserdurchlässige Gewebe aus Polypropylen schützt die Pflanzen vor Kälte. Gartenvlies ist ebenso wie Schutznetz in gutsortierten Gartenmärkten sowie im Internetversandhandel für Gartenbedarf erhältlich. Am besten legt man das Vlies nicht direkt auf die Pflanzen, sondern baut eine Stützkonstruktion aus Zweigen, Bambusstäben oder anderen Materialien.