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Tierfund-Kataster und Rebhühner

Jäger auf der Grünen Woche

Echte Rebhühner in einem großen Biotop, ein Fahrsimulator mit einem Film mit Wild auf der Straße, viele Tierpräparate und echte Jagdhunde - diese Attraktionen erwarten Besucher der Grünen Woche auf dem Stand des Deutschen Jagdverbandes (DJV).

Falkner mit ihren Jagdgefährten, Jagdhunde, viele Tierpräparate, aber auch ein großer Pick-Up und Warnschilder vor Wildunfällen locken die Besucher auf den Messestand des Deutschen Jagdverbandes (DJV)

Im Mittelpunkt des DJV-Standes stehen folgende Themen:

Tierfunde per App melden

Der DJV möchte sein noch recht neues Tierfund-Kataster bekannter machen. Per Handy-App sollen Jäger und Interessierte Wildtiere melden, die im Straßenverkehr verunfallt sind. Und zwar nicht nur Reh-, Rot- und Schwarzwild, sondern für das Niederwild. Denn kleine Tiere ab Hasengröße und darunter machen etwa 20 % der Wildunfälle aus, erklärte Thorsten Reinwald vom DJV. Anhand der gesammelten Daten sollen dann Unfallschwerpunkte im Straßenverkehr ermittelt und entschärft werden. Auch andere Totfunde können gemeldet werden.

Das Tierfund-Kataster ist ein neuer Bestandteil des WILD-Monitorings. Mit WILD, dem Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands, wurde im Jahr 2000 ein Projekt ins Leben gerufen, das eine bundesweite Erfassung ausgewählter Wildtierarten mit wissenschaftlichen Methoden darstellt und abgesichertes Datenmaterial liefert.

Wildunfälle simulieren

Wie verhalte ich mich richtig, wenn plötzlich ein Reh auf der Straße steht. Das können Messebesucher in einem Bremssimulator mit einem Film ausprobieren, in dem plötzlich ein Reh auf der Straße steht. Wichtig ist, nicht auszuweichen und das Bremspedal komplett durchzutreten, damit das Fahrzeug schnell stehen bleibt, erklärt weist Torsten Reinwald.

Im Fahrsimulator kann man testen, wie es ist, wenn plötzlich ein Reh auf der Straße steht.

Umdenken beim Zwischenfruchtanbau

Der Artenschutz im Offenland ist das dritte große Thema. Um die Messebesuchern dieses näher zu bringen, ist eine Voliere mit Rebhühnern aufgebaut. Innerhalb von 20 Jahren habe sich die Zahl der Rebhuhn-Brutpaare halbiert, erklärte DJV-Pressesprecher Torsten Reinwald allgemein. Der DJV setzt beim Artenschutz im Offenland auf die Zusammenarbeit mit den Landwirten. Denn Artenschutz müsse ein "Produktionsziel" der Landwirtschaft werden. Hier sollte die Politik das Fördersystem für Landwirte überdenken. Es müsse für Landwirte attraktiver und praktikabler werden. "Warum sollen Landwirte, die Blühstreifen anlegen, diese nicht nach der Brut- und Setzzeit abernten dürfen und in einer Biogasanlage verwerten?" fragte Reinwald.

Zudem kritisiert der DJV den Zwischenfruchtanbau mit Senf. Er habe keine positiven Auswirkungen auf den Artenschutz. "Rebhuhn und Feldhase haben nichts davon, sondern nur das Schwarzwild", meinte Reinwald. Dem DJV sei es wichtig, die Naturschutzgebiete mit produktionsintegriertem Naturschutz zu vernetzen. Nur wenn Landwirte mitarbeiten, sei es möglich, ökologische Trittsteine zu schaffen.

Hier einige Eindrücke vom Stand

In dieser Voliere sind Rebhühner zu entdecken. So will der DJV mit den Messebesuchern über den Naturschutz im Offenland ins Gespräch kommen.
Jagdhund sind immer wieder ein Blickfang.
Publikumsmagnet sind die Falkner mit ihren Jagdgenossen.
Das richtige Verhalten bei Wildunfällen - die Erklärungen stehen auf den Stellwänden