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WLV-Vorstandssitzung: „Ran an die jungen Leute“

Die bundesweiten Proteste sowie die Bundestagsabstimmung zum FDP-Antrag prägten die WLV-Vorstandssitzung am Montag dieser Woche.

„Land schafft Verbindung“ hat über Facebook vor allem jüngere Leute erreicht. Der WLV will die sozialen Medien jetzt auch stärker nutzen.

Gesprächsstoff gab es auf der Vorstandssitzung des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) genug:

  • In einem Workshop mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) und dem Landwirtschaftsministerium NRW zur Binnendifferenzierung der roten Grundwasserkörper wurde ein Modellansatz diskutiert, mit dem es gelingen kann, innerhalb von roten Gebieten grüne Teilgebiete auszuweisen.
  • Für mehr Tierwohl steht bei der Nutztierstrategie die Überlegung im Raum, den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Fleisch und Fleischwaren aufzuheben und mit den Mehreinnahmen den Umbau der Tierhaltung mitzufinanzieren.
  • Die Mitgliederbeiträge sollen 2020 um 1,5 % steigen.

Am Ende zogen sich aber zwei Themen wie ein roter Faden durch die Sitzung: Die bundesweiten Bauernproteste sowie die Bundestagsabstimmung zum FDP-Antrag. Bernhard Lütke-Entrup, WLV-Referent für Öffentlichkeitsarbeit, zeigte, dass sich „Land schafft Verbindung“ extrem schnell über die sozialen Medien Facebook und WhatsApp vernetzt habe. Zudem sei die persönliche Kommunikation über Videos sehr gut gewesen. Der Verband will nun die sozialen Medien ebenfalls stärker nutzen. Vor allem jüngere Menschen will er so erreichen. Über die Kreisverbände soll eine persönliche Ansprache erfolgen.

Eine Videobotschaft von WLV-Präsident Johannes Röring zu den Bauernprotesten sowie dem FDP-Antrag ist hier abrufbar.

FDP-Antrag im Bundestag

Johannes Röring ging auch auf die Bundestagsabstimmung am Donnerstagabend vergangener Woche zu einem FDP-Antrag ein. Als CDU-Bundestagsabgeordneter war er dabei. Weil CDU/CSU sowie SPD diesem Antrag nicht zustimmten, hagelte es in den sozialen Medien und bei einigen Mitgliedern Kritik. Dazu erklärte Röring, dass es erstens völlig üblich sei, dass die Regierungsfraktionen Anträge der Opposition ablehnen. Und zweitens habe die FDP versucht, die Gunst der Stunde der Bauernproteste zu nutzen, den Antrag aufgebauscht und mit einer populären Überschrift versehen. Inhaltlich sei aber vieles überholt oder bereits umgesetzt. Der Antrag hätte nichts bewirkt. „Das Problem ist aber, dass die Menschen in den sozialen Medien nur die Überschriften lesen, nicht die Inhalte, und sich dann eine Meinung bilden“, sagte Röring. Er erinnerte auch daran, dass die FDP bei anderen Abstimmungen nicht an der Seite der Landwirte gestanden habe.

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