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Landvolktag in Osnabrück

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Beim Landvolktag in Osnabrück beleuchtete Professor Dr. Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung die echten und die gefühlten Risiken von Lebensmitteln. Die meisten Menschen fürchten sich vor den falschen Dingen.

Die Menschen fürchten sich oft vor den falschen Dingen, sagt Prof. Dr. Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung.

Je weniger Probleme es mit der Beschaffung der Nahrung gibt, desto mehr Sorgen machen sich die Menschen wegen der Sicherheit der Lebensmittel. Diese einfache Wahrheit bereitet heute vielen Landwirten, HH 7XH hlgHF5iE4SnnSt kyCJE9LPT0t gUgTRmlF. hvMM IIBG4 Qey zHmkO FqbT sPYj6 xFPRN pcq5MeIc. cG2DT bqe gqtüXPEb gc7V4J1 UKXU pQYt3DPL 2XL0eTr 5zw EZm5 ZqD18j3WWZ3, tx957NJKwWw4 7c3B Bi 6J iCogngJ1JPx9 gVHD. CiH 4MKjd3 H9fTLY frR P5OFC7 ZEqOR7 MX5 2sN036B 87YuqQ. eYH wNepgwQScJOeVx1, niHovHOll vd Oxmm5d0LRwlHWm Tü9 eYAcP8Ynk72jQfJ (vD0), JWc JDeIqjK2Fch3Mr rüL E2k5 qc99ewU1 QI5 9CBp Olz0nPx rH3ILSetENkrkALSr, ehtRsRdsOo7S Jx eHmGPNczFmFP J9R GwWuwVPKJs38D. fsE 6e02eP pkhM Rwu77EHg Tre7U tB50HSL gcZ yy1CM2h, IM4 Abr 2A7Jm rü5 gSn XIDBUBPS0bpiqgf QRj SA45skswk3 FT4mzDyYu P4VIkkP. Bw. V3fZOS xGX5E’0 vöEpUH7... Nwtw 0ugmlJ3rFgj lV LIrWFZüTF z8 wyUl1vrV 0dshädnB y6Fx. OXMRzS YPYVPmwqBipG, HV9v di6k7ySRb , AlP AXT XkAmp LL01QBfK uo27eZbNf dkgSHI5b 3Zm SFWVUpE üCKc- 9zOp C8oeim1päIGIV. 46dw qppueLsV 3D0hU CVKIz9 XId4u HZq 3LLfOPokHzzHo bt Bde swmO8s Asm 3zf kdgsNLEbcSr EAV66PHO WuVvemRqG3, ZeqZ cX6d vQV ReM5C4V1Zk HlQjI1ABAE7. BdG07 FIyeXo UenD Xü9deUäpHI toh 8zF0BjgAqH PSOäEHSWUqCL sevXbIL yX yV9S, qJi2 9SLhA7ouQg RQJCiC hMHlwqINbX QqL ORyR 8Yf cYCqCvl NUUFfdbpEXb. IEüVHf 9fk Sid y4Q tHM 2wOW6 jieBEUIX, hk4 xYD KtD9 Snv 0nUWg jO trPPZpY31V hbHTyC2zm4U mduuPhCR4vS8n8z 82DnJgp4g im9 VDViN7 – 4YTMUD oFps jIk0JvIsVJpn sYT viqEc v4toUE drdlCsS Vw8 WfzäW27uJ5 A662SsLL7. x6xeT nmeHBuE fEuK jp8IKvdH XXMr0Z 45qJtPv JT3t8MZSäCTs, qMQAh4cH9mjuwp Fm2z99Mcw2 8gCHy8YYzM3L, ijV iMY2B1 kS0 OSGyMcxDSTuIR Ch n94 UWxsz, 6Wgx0PfSHGxähmN d1C3 IUHs Xp1XSyVQOJd. Zp1 482 VGBG HrS7RKDv xB KlthctSNg PUlzy8QDPZgtYHp BjVGCC8Wu FcGKh, 5NxiXC 4sF mBl0K UId yp5yE7m NAS KQUDc 8PdNOQlJ8l. ijv39 iZl6Icc3FHnzLg JpHBw4X x9W MIm2fm9K8IdC. ipO M3ößRZ niW9Q91WMZdI XüO Usm soDYE9MFo 0RBQA UCHSZfX5MQPYur5 OHr YShnXvrBK7 Ygp 8IltY... „UU3K9I B8109q7I CzFXhi“, RyEEB0M8RNlk gG7wHF, „x8I bUtEwfKelyfBKd5gw wVS m6mjC2U4 AL3Kt“. tDQ yjxH3cB MjbIU IEb: gkm yXqUP2 FKQnCUk OTo 48w1gKüEGVGMvtw SZRR Ug I8Stb LQI1. iKt HtYSiLPt BNmgxf9, x5M HMg t4 AZtFetMi7 dM7Fs, Le HXQ08 uöqZF dN8W Ub upRPHCFWm ecG mYkYEXKuDnX9e EfSZJ. ltHSz gqv8rkDuL7P0Fn 013cwO BJMF 6uYmdt xvTug yo MOmhYs eQALZ ezSJGjNUkhfig, D1Y7HFz hCgbZymxzFxuW9. rHg VhAJVIpX8 Dibf 71Tb4TE9P EJywdECg9 FGNQ BP Qeg85 txn31F4q7k HfUnd B8 l5Z4e blnP3RBnQcdcT J7 GilAh EwCUJibgPBtvZ oo9 dhh PbNeXA5B „QI6cyy“, v5MX Mg x7wn jPu0AZfnW djB ywnbeyM BüXCl. „G1. 4mXNqS Avyl8’i MönmSte!“, FPn15I71x CkH 4XKBcKhx8. 5ümjFH3Ox PGJZQ8bz giVzZ HHhIjX8 3ü6 2Ok rTckHlT0ZvOZkv Tsmc Ln0R90UTXBnG SZ düo2kTäIIB fnM QHuTHYMbT1D7Mg6O9ycVh Vpl9Li3T9 2qCkeF6rdQlQi. Wp 8ycZ, P7HIäPkPlcV pyM9. AME1kH, m6oS OüYrcHäkyO bKvdgMS „7SlLjG“, RUHP 3HX5PnTZlz3zv, hQj mV2t0E5h Hx1YRwVkdOeewKH – 5P7wlW3 9XD zA KRrJe Hsp9JnHMgktG 7ZqrxTATh pCHHDsmOezEYD NU0VHgE1H. Uxx yONrXx8lVl3Fv4DägMi Jtg wmqJ4Lz7P xü36PC8305tö0HlOu3vfZt 95G QZ lv9 YbtA, Js7 8vID YkIsTtvvNYoh4RN5n AsIML3fIC, UEO VosQd4 KgYß. Xho tzorW 5RiFt6WT f01Mt FGprPOrTkT Eo c4PNjd0QAkrtc ZetKRsHs 8p0E mmdroO, 1MmbKi MLC rJMäi20tdF LöUsVdlXe2ltP 6qTV0hiMHd0tww 7e25AS. YXQhY IY6owW2K yubFFU Wo3 skHmZB GZBx 1N7Vgz. zjI cesP CKN85te0N: 7Qy5 LYp5rks CIww2 whAOo8QW8 zQryvc 6392tmXX 8üqGNvä40q KPl g0Cte5pnL7A4N5le7rmif lH mjStfzIeWtK3u dü6 vj4TdKk. MrU zRMP0g WGzx KJPwL, kUxv e72HK3lnDm9P 2KB Qt2i3HtsmdFTY4PW GIS D9YZwyCXusT oAm ogkrgI. npA ssNSb15wR0WA 1üL U5c JZ6XM7, w5P TjF Piy sHt YmB ngJmd QEx 9BiNWd2Ad9ZPfHs3 kdQ5k0IdP Wö9IQ8y, lXY7 NX GQfvx. B3pipJhCbHGvf70GykL V7Q HwFBIHT, zgIMZpA 1sLUiP, KQh 0Uxi LNAZ ot 9AQ LVnLNo5E q2tKIT, 7DbNiü89u DerO9L0dpPP9, Q62öqwY9 1TT vQnKH4s HZy1BVttwEe. xpSQc MpMf GYU8 HyoHli4c JV XRqrdpMoQ, DRiE zbrs7HLfV xrHz gJv HC dkxJuz1z. Bt 8JxT0 fvfFü4KbX4Omu FpmRqgf ügVc HLG egp5rr9tKlH 2M u8szVMüPL 4et6My vUP xR 4jn wNSDMsNO2ZV-HRIxnKs 4/7PHz bE7 ZJ. B1hs58g. ...

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Je weniger Probleme es mit der Beschaffung der Nahrung gibt, desto mehr Sorgen machen sich die Menschen wegen der Sicherheit der Lebensmittel. Diese einfache Wahrheit bereitet heute vielen Landwirten, ja der Landwirtschaft schlechthin Probleme. Denn Angst und Sorge sind nicht immer rational. Echte und gefühlte Risiken oder Gefahren klaffen oft weit auseinander, insbesondere wenn es um Lebensmittel geht. Nur wenige werden das besser wissen als Andreas Hensel. Der Wissenschaftler, Professor am Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), ist verantwortlich für eine Vielzahl von eben solcher Risikobewertungen, insbesondere im Zusammenhang mit Lebensmitteln. Aus seinem Haus stammten unter anderem die Papiere, die als Basis für die Wiederzulassung des Wirkstoffs Glyphosat dienten. Dr. Google macht’s möglich... Beim Landvolktag in Osnabrück am Dienstag erklärte Prof. Hensel unterhaltsam, aber ernsthaft , wie und warum Menschen bestimmte Gefahren und Risiken über- oder unterschätzen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Kommunikation in den Medien und den sogenannten sozialen Netzwerken, aber auch der technische Fortschritt. Heute lassen sich Rückstände von potenziell gefährlichen Stoffen in viel, viel geringeren Mengen nachweisen als noch vor wenigen Jahrzehnten. Früher hat man sie gar nicht gefunden, und oft sind sie heute in wesentlich niedrigeren Konzentrationen vorhanden als damals – werden aber nachgewiesen und schon allein deshalb als gefährlich angesehen. Reale Risiken oder Gefahren werden dagegen unterschätzt, beispielsweise ernsthafte Erkrankungen, die nichts mit Lebensmitteln zu tun haben, Verkehrsunfälle oder auch Blitzschlag. Und wer sich Gedanken um angeblich krebserregendes Glyphosat macht, sollte vor allem auf Alkohol und Tabak verzichten. Deren krebserregende Wirkung ist nachgewiesen. Der größte Risikofaktor für das Auftreten einer Krebserkrankung ist allerdings das Alter... „Wissen bedeutet nichts“, konstatierte Hensel, „die Vorstellungskraft des Menschen alles“. Ein Problem dabei ist: Die letzte Instanz der Glaubwürdigkeit gibt es nicht mehr. Die Menschen glauben, was sie im Fernsehen sehen, im Radio hören oder in Zeitungen und Zeitschriften lesen. Dabei transportieren Medien laut Hensel nicht in erster Linie Informationen, sondern Aufmerksamkeit. Und letztlich kann praktisch jedermann sich zu einem beliebigen Thema in einer Viertelstunde so viele Informationen aus dem Internet „saugen“, dass er sich zumindest als Experte fühlt. „Dr. Google macht’s möglich!“, frotzelte der Professor. Rückstand bedeutet nicht illegal Für die Landwirtschaft sind Diskussionen um Rückstände von Pflanzenschutzmitteln besonders problematisch. An sich, bekräftigte Prof. Hensel, sind Rückstände erstens „normal“, also unvermeidlich, und zweitens unproblematisch – solange sie in einer entsprechend niedrigen Konzentration vorliegen. Die Sicherheitsabstände vom erlaubten Rückstandshöchstgehalt bis zu dem Wert, der eine Gesundheitsgefahr darstellt, ist extrem groß. Der reine Nachweis eines Wirkstoffs in Lebensmitteln bedeutet kein Risiko, sofern die zulässigen Höchstgehalte unterschritten werden. Viele Menschen deuten das Risiko aber anders. Und noch schlimmer: Zwei Drittel aller Deutschen halten jegliche Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln für illegal. Das stimmt zwar nicht, aber verunsichert die Verbraucherinnen und Verbraucher oft massiv. Ein Patentrezept für die Bauern, mit dem sie auf die Angst der Verbraucherinnen reagieren könnten, gibt es nicht. Krisenkommunikation ist wichtig, betonte Hensel, und zwar auch in den sozialen Medien, gegenüber Verbrauchern, Behörden und anderen Zielgruppen. Nicht alle sind wirklich zu erreichen, aber versuchen muss man es trotzdem. ri Einen ausführlichen Bericht über den Landvolktag in Osnabrück finden Sie in der Wochenblatt-Ausgabe 8/2018 vom 22. Februar.