Adventlich geschmückte Schlepper unterwegs

Trecker bringen Lichterglanz in die Innenstädte

Kolonnen aus adventlich geschmückten Treckern sorgten am heutigen am Nikolausabend in etwa 50 Städten und Dörfern in NRW für weihnachtliche Atmosphäre auf den Straßen. Initiator war Land schafft Verbindung.

Weihnachtlich geschmückte Treckerkolonnen waren am heutigen Nikolausabend eine Attraktion in den Städten und Dörfern in ganz Deutschland. Wenn es pandemiebedingt keine Weihnachtsmärkte oder sonstige vorweihnachtliche Vergnügungen gibt, so wollten die Landwirte auf eine originelle Weise Adventsstimmung in die Städe bringen.

Aufgerufen zu dieser Aktion mit dem Titel "Ein Funken Hoffung" hatte die Bewegung Land schafft Verbindung (LsV). "Wir möchten Kinderaugen zum Leuchten bringen", erklärte Albert Schmitz, 2. Vorsitzender von LsV NRW in einer Pressemitteilung. Gerade in dieser noch nie dagewesenen Zeit sei es wichtig, dass man seine Phantasie benutzt.

Dieses Mal sind die Landwirte nicht für sich unterwegs, sondern sie wollten den Leuten in den Städten eine Freude machen. (Bildquelle: Pröbsting)

Und das haben viele Landwirte wörtlich genommen. So haben sie große Sterne geschweißt und an den Schleppern montiert, sie haben blinkende Beleuchtungen in den Felgen fixiert oder große Nikoläuse und Schneemänner auf Anhängern befestigt.

In mehr als 50 Städten in ganz NRW waren Treckerkolonnen angemeldet, berichtete Johannes Henkelmann von LsV NRW dem Wochenblatt. Die Rundfahrten mit den bunt geschmückten Fahrzeugen wurden in den Innenstädten entlang von Straßen geplant, an denen Seniorenzentren, Altenheime und andere Wohnstädten liegen, wo es wegen Corona kein Besuch gibt. "Wir wollen etwas adventliche Stimmung bringen", erzählte der Landwirt aus Wadersloh.

Eindrücke aus dem Münsterland

Bilder aus dem Sauerland

Landwirte weisen auch auf Umsatzeinbußen hin

Dennoch möchten die Landwirte auch mahnend mit dieser Aktion darauf hinweisen, dass es sie noch gibt. Gerade die Erzeuger von Lebensmitteln haben durch die Corona-Krise immense Umsatzeinbußen zu verkraften, ist der Pressemitteilung zu entnehmen. Hinzu komme, dass durch immer weiter steigende Auflagen und Gesetze die Produktionskosten in die Höhe steigen, der Erlös jedoch seit drei Jahren nahezu stagniert. "Viele Produkte kommen bereits jetzt schon aus dem Ausland. Diese werden dort unter wesentlich niedrigeren Standards, sowohl Tierschutz- als auch Sozialstandard produziert", schreibt Schmitz. Da könnten die deutschen Landwirte einfach nicht mithalten.Unter aktuellen Bedingungen verschwinde die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland.

Schmitz appelliert an die Verbraucher, regional zu kaufen als Beitrag für die deutsche Landwirtschaft.



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