Aktion Artenschutz

Stark für den Artenschutz

Artenschutz und Landwirtschaft? Natürlich passt das zusammen. Das unterstreicht unser Wettbewerb mit dem Motto „Wir können Artenschutz – und zeigen es“. Jetzt stehen die Gewinner fest.

Sie haben Blühstreifen angelegt, Insektenhotels gezimmert und Nistkästen aufgehängt – kurzum: Sie haben sich für den Artenschutz stark gemacht. Sie, liebe Wochenblatt-Leser und Landwirte, haben auf mehr als 160 eingesandten Bildern gezeigt, wie vielfältig sich die Landwirtschaft für den Artenschutz einsetzt. Vielen Dank dafür!

Große Resonanz

Gemeinsam mit dem Westfälisch- Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) sowie der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft hatte das Wochenblatt Anfang Juni dazu aufgerufen, Fotos des eigenen Engagements für den Artenschutz einzureichen. Vier Wochen lang konnten Bilder eingesandt werden, im Anschluss wurde digital abgestimmt.

Jetzt stehen die drei Gewinnerbilder fest, die mit einem Preisgeld von 500 € (1. Platz) und jeweils 250 € (2. und 3. Platz) ausgezeichnet werden. Der Einsender des Gewinnerfotos darf sich zusätzlich über eine Naturschutzberatung durch die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft freuen.

Hier sind die drei Gewinnerfotos

Unsere drei Preisträger wollen wir ihnen natürlich nicht vorenthalten. In den folgenden Beiträgen stellen wir die Gewinnerbilder und die Köpfe hinter den Fotos vor. Und auch, was sie motiviert, sich für Artenschutz und -vielfalt einzusetzen.

Fasanenküken im wilden Wein (Bildquelle: Hollenhorst)

Platz 1: Andreas Hollenhorst – Fasanenküken

„Auf unserem Hof in Verl ist wilder Wein ein willkommenes Versteck für Fasanengelege“, hatte Andreas Hollenhorst erläuternd zu dem Foto geschrieben, das er für den Artenschutz-Wettbewerb eingesandt hat. Mit der Aufnahme von den Fasanenküken hat der 47-jährige Verler nun gewonnen. Das Foto erhielt bei der digitalen Abstimmung die meisten Klicks.

Von seinem „Hochsitz“ aus, dem Esstisch vor den bodentiefen Fenstern im ersten Stock des Wohnhauses auf dem elterlichen Betrieb, ist dem Maschinenbautechniker schon mancher tolle Schnappschuss gelungen. Von hier aus hatte er auch die Fasanenhenne entdeckt. „14 von 17 Küken sind ohne Hilfe geschlüpft, drei in der Brutmaschine des Nachbarn“, berichtet der Hobbyfotograf.

Auf dem von seinem Vater Heinrich bis 1995 geführten Hof haben heute noch viele Tiere ein Zuhause, auch wenn es nicht mehr Kühe, Schweine und Hühner sind. So nutzen seit mehr als 40 Jahren Schleiereulen den Nistkasten auf dem Dachboden der Scheune zur Aufzucht ihrer Jungen. „Nur in einem Jahr waren mal die Turmfalken schneller“, ergänzt Heinrich Hollenhorst. Und auch der Fledermauskasten ist regelmäßig bewohnt. Selbst die Fasanenhenne ist alle paar Tage noch mit ihren Küken im Garten zu Gast. „Einmal konnte ich sogar zu meiner eigenen Überraschung beobachten, wie sie einen Marder in die Flucht geschlagen hat."

Es sei gar nicht so schwer, etwas für den Artenschutz zu tun, ist Andreas Hollenhorst überzeugt. Und: „Wenn jeder seinen Teil zum Artenschutz beiträgt, müssen seitens der Politik gar keine Vorgaben gemacht werden.“

Selten zu sehen: Eine 14.000 m2 große Blühfläche in Büren-Wewelsburg. (Bildquelle: Stelte-Lüke)

Platz 2: Ilona Stelte-Lüke – Blühfläche

Ilona Stelte-Lüke betreibt mit ihrem Mann in Büren-Wewelsburg, Kreis Paderborn, einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb. Hauptberuflich ist sie beim Flughafen Paderborn-Lippstadt angestellt. Vor gut einem Jahr stand für die Zweitplatzierte fest, dass sie aktiv gegen das Insektensterben vorgehen möchte. Innerhalb kurzer Zeit fanden sich in ihrem Kollegen-, Freundes- und Bekanntenkreis Menschen, die sich ihr anschlossen und mitmachten.

Nun ist sie Vorsitzende des Vereins „Umwelt geht uns alle an“. Gemeinsam haben die Mitglieder durch eine Spendenaktion eine 14.000 m2 große Ackerfläche in eine Blühfläche verwandelt. Auf genau dieser Fläche ist auch der schöne Schnappschuss entstanden, den sie für den Wettbewerb „Wir können Artenvielfalt“ einreichte.

Ein wichtiges Ziel des Vereins ist es, weitere Leute für das Thema Artenschutz zu sensibilisieren. „Hochmotiviert planen wir bereits eine Blühwiese für das nächste Jahr“, sagt Ilona Stelte-Lüke. Dafür haben sie sich etwas vorgenommen: Sie soll noch größer sein, als die diesjährige. Über den Gewinn freut sich die Vorsitzende sehr.

Was Stelte-Lüke mit dem Geld macht, steht schon fest: Sie möchte es im Sinne des Vereins in die Blühfläche für das kommende Jahr investieren.

„Wilder“ Bauerngarten in Nottuln-Appelhülsen. (Bildquelle: Uhländer)

Platz 3: Mareen Uhländer – Wilder Bauerngarten

Mareen Uhländer hat mit ihrem Foto den dritten Platz belegt. Vor gut zwei Jahren ist die 28-Jährige zu ihrem Mann nach Nottuln-Appelhülsen, Kreis Coesfeld, auf den landwirtschaftlichen Betrieb mit Milchviehhaltung gezogen.

"Oft wird der Landwirtschaft nachgesagt, dass sie nicht für, sondern gegen den Artenschutz arbeitet“, so Uhländer. Das war ein Grund für die Lehrerin, am Wettbewerb teilzunehmen. Sie möchte andere Leute darauf aufmerksam machen, dass das nicht der Fall ist. Denn auch auf dem Betrieb ihres Mannes machen sie sich gemeinsam für den Artenschutz stark: Jedes Jahr verwandeln sie einen Teil ihres Gemüsegartens in eine bunte Wildblumenwiese. Blühstreifen an Feldrändern, nistende Schwalben, summende Bewohner in Insektenhotels und zahlreiche Nistkästen gehören auf ihrem Hof dazu. Vor allem die Wildblumenwiese sei dabei zugleich auch noch schön anzusehen.

„Mein Wunsch ist, dass sich alle Menschen – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – für den Artenschutz einsetzen“, so die Drittplatzierte. Steinvorgärten würde sie am liebsten verbannen und mit bunten Naturgärten ersetzen.

Alle eingesendeten Fotos mit "Klicks" finden Sie hier.

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