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Studiengang "Precision Framing"

Agrarstudium in Höxter!?

Ein etwas anderes Agrarstudium bietet die Hochschule OWL in Höxter zum Wintersemester an: Es gibt dort künftig den Studiengang "Precision Farming". Was genau dahintersteckt, erklärt Professor Burkhard Wrenger.

Moderne Technik zum Beispiel Drohnen sind aus der Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken. Darauf bereitet der Studiengang vor.

Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL) startet am Standort Höxter zum Wintersemester einen neuen Studiengang „Precision Farming“. Was steckt dahinter?

Prof. Wrenger: In der modernen Landwirtschaft halten immer mehr hoch automatisierte Maschinen Einzug. Dadurch wandelt sich das klassische Berufsfeld des Landwirts bzw. Agrar­wissenschaftlers. Noch mehr Management und Optimierung der Betriebs- und Ablaufplanung sowie Big-Data-gestützte Voraussagen zum optimalen Behandlungstermin oder Erntezeitpunkt, eine punktuelle Düngung sowie ein noch zielgerichteter Pflanzenschutz sind einige Beispiele dafür. Viele technische und wissenschaftliche Grundlagen für solche He­rausforderungen wurden an der Hochschule OWL schon in den bisherigen Studiengängen für Umweltwissenschaften vermittelt. Da lag eine Erweiterung des Studien­angebotes auf den Agrarbereich nahe – zumal uns etliche Vertreter der Landwirtschaft aus der Region in unserem Vorhaben bestärkt haben.

Ein klassisches Agrarstudium ist das aber nicht, oder?

Prof. Wrenger: Nein! In Höxter geht es um einen Spezialbereich der Landwirtschaft – allerdings um einen mit Zukunfts­potenzial, wie wir finden: Im Studiengang „Precision Farming“ sollen Innovationen rund um die Sensortechnik, Fernerkundung, Satellitenbild-Auswertungen und vieles mehr im Vordergrund stehen. So können beispielsweise IT-vernetzte Kameras und Sensoren Unkraut und Stresszustände wie Nährstoff- oder Wassermangel sowie Krankheiten erkennen. Dadurch kann diese Technik bei der Bestandsführung im Acker­bau enorm hilfreich sein.

Welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um in Höxter „Precision Farming“ studieren zu können?

Prof. Wrenger: Wer bei uns studieren will, benötigt einen Fachhochschulabschluss oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung. Ein Praktikum ist nicht notwendig, kann aber für das Studium hilfreich sein. Einen Numerus clausus gibt es für den Studiengang nicht. Neben den formalen Bedingungen sollten die Interessenten natürlich Freude an der Kombination aus Landwirtschaft, Automatisierung und IT bzw. Datentechnik sowie -verarbeitung haben und ein gewisses Maß an technischem Verständnis mitbringen. Wer sich für das Studium interessiert, kann sich gerne bei uns näher informieren, und wer sich entschieden hat, kann sich ab sofort für den Studiengang „Precision Farming“ einschreiben. Der Bewerbungszeitraum endet am 15. Juli 2018.