Jüdisches Landleben: Quellen und Literatur

Woher stammen die Informationen?

Möchten Sie mehr erfahren über das jüdische Landleben in Westfalen? Oder selbst weiter recherchieren? Hier finden Sie Hinweise zu den verwendeten Quellen, Forschungsliteratur und weitere Linktipps.

In 14 Einzelbeiträgen informieren wir in diesem Online-Schwerpunkt des Wochenblattes über Aspekte jüdischen Landlebens in Westfalen. Manches ist allgemein bekannt, anderes eher nicht, manches auch ist bislang kaum erforscht. Und so fragen viele nach den Quellen, Belegen oder nach weiterer Literatur zum Thema.

Die meisten Beiträge dieses Schwerpunktes gehen auf eine Forschungsarbeit für die Ausstellung "Heimatkunde. Westfälische Juden und ihre Nachbarn" (2014/15) im Jüdischen Museums Westfalen in Dorsten entstanden ist. Darin sind die verwendeten Quellen nachgewiesen:

Gisbert Strotdrees: EINE MINDERHEIT IN DER MINDERHEIT. Jüdische Landwirte und Landeigentümer in Westfalen von den Emanzipationsgesetzen bis zur nationalsozialistischen „Arisierung“ (1800-1939/42). In: Iris Nölle-Hornkamp (Hg.): Heimatkunde. Westfälische Juden und ihre Nachbarn. Ausstellungskatalog Jüdisches Museum Westfalen. Essen 2014, S. 67-79 sowie S. 265-267.

Der Beitrag zu den EREIGNISSEN IN ENNIGER 1873 ist stark gekürzt aus folgendem Buch entnommen: Gisbert Strotdrees: Tatort Dorf. Historische Kriminalfälle. Münster 2014, S. 90-101 – (Dort auf S. 178 die benutzten Originalquellen und Literatur).

Der Beitrag über SCHORLEMER-ALST UND DER ANTISEMITISMUS wurde zuerst hier veröffentlicht: Gisbert Strotdrees: ein Mann im Widerspruch? Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst. Freckenhorst 1995.

Der Beitrag zur SYNAGOGE IN PETERSHAGEN ist nach einem Besuch im dortigen Dokumentationszentrum im Januar 2017 verfasst und in kürzerer Fassung im Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben, Folge 13 / 2017, S. 98 veröffentlicht worden.
Ergänzend herangezogen wurde der Beitrag von Bernd-Wilhelm Linnemeier über die jüdische Gemeinde Petershagen in: Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Westfalen und Lippe: Die Ortschaften und Teritorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, hg. von Karl Hengst und Ursula Olschewski. Münster 2013, S. 590-606.

Der Bericht über die JÜDISCHE SCHÜTZENKÖNIGIN PAULA ADELSHEIMER wurde für diesen Online-Schwerpunkt verfasst und beruht auf diesen Quellen:
● Marga Silbermann-Randall: Als sei es erst gestern geschehen. Jüdische Schicksale aus Schermbeck 1930-1997. Konstanz 1997.
● Iris Nölle-Hornkamp und Elisabeth Cosanne-Schulte Huxel: Die Schützen und die Juden in Westfalen. In: Iris Nölle-Hornkamp (Hg.): Heimatkunde. Westfälische Juden und Ihre Nachbarn. Essen 2014, S. 111-118.
● Wochenblatt der Landesbauernschaft Westfalen vom 22. Mai 1943 und vom 17. Juli 1943.

Weitere Literatur, Links und Lesetipps

Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Westfalen und Lippe:

  • Die Ortschaften und Teritorien im heutigen Regierungsbezirk Münster, hg. von Susanne Freund, Franz-Josef Jakobi und Peter Johanek, Münster 2008.
  • Die Ortschaften und Teritorien im heutigen Regierungsbezirk Detmold, hg. von Karl Hengst und Ursula Olschewski. Münster 2013.
  • Die Ortschaften und Teritorien im heutigen Regierungsbezirk Arnsberg, hg. von Frank Göttmann, Münster 2016.
  • Grundlagen – Erträge – Perspektiven. Hg. von Susanne Freund, Münster 2013.

Elfi Pracht-Jörns: Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen. Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern von Westfalen.

  • Teil III: Regierungsbezirk Detmold. Köln 1998.
  • Teil IV: Regierungsbezirk Münster. Köln 2002.
  • Teil V: Regierungsbezirk Arnsberg. Köln 2005.

Diethard Aschoff: Zur Geschichte der Juden in Westfalen. 3., durchgesehene Auflage, Münster 1995. – Online hier abrufbar.

Stefan Baumeier, Heinrich Stiewe (Hg): Die vergessenen Nachbarn. Juden auf dem Lande in Ostwestfalen-Lippe. Bielefeld 2006.

Iris Nölle-Hornkamp (Hg.): Heimatkunde. Westfälische Juden und ihre Nachbarn. Ausstellungskatalog Jüdisches Museum Westfalen. Essen 2014.

Marga Spiegel: Retter in der Nacht. Wie eine jüdische Familie im Münsterland überlebte. Durch einen Rückblick auf die Zeit vor 1938 und jüngere Gedanken zum eigenen Schicksal ergänzte 3. Auflage. Herausgegeben, eingeleitet und erläutert von Diethard Aschoff. Münster 1999. – Vorlage für die Kinoverfilmung "Unter Bauern“ (2009).

Paul Spiegel: Wieder zu Hause? Erinnerungen. Berlin 2001.


Paul Spiegel (1937-2006), geboren in Warendorf als Sohn des jüdischen Viehhändlers Hugo Spiegel und dessen Frau Ruth geb. Weinberg, war familiär tief in Westfalen verwurzelt. Seine lesenswerten Erinnerungen schließen mit diesen Worten:

"Hugo Spiegel hat sein Zuhause nie verlassen. Meine Familie, unsere Gemeinde und ich sind dabei, wieder heimzukehren – wenn die nichtjüdischen Deutschen es wollen. Ich bin davon überzeugt."

Aus Anlass des Fest- und Gedenkjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ beleuchtet das Wochenblatt in diesem Online-Schwerpunkt das Themenfeld „Jüdisches Landleben in Westfalen“.



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