Corona verhindert Volksfest

Libori: Paderborn feiert digital

Das Libori-Fest in Paderborn erinnert an die älteste Städtepartnerschaft Europas. Es muss wegen Corona in diesem Sommer ausfallen. Bistum und Stadt behelfen sich digital - und geben ein trotziges Motto aus.

Kein Olympia und kein Oktoberfest, keine Musikfestivals und keine Schützenfeste – und auch kein „Libori“ in Paderborn: Das größte Volksfest im östlichen Westfalen mit seiner besonderen Verbindung aus Kirche, Kirmes und Kultur musste abgesagt werden. Das Fest erinnert an die Übertragung der sterblichen Überreste des heiligen Liborius aus Le Mans nach Paderborn vor fast 1200 Jahren und ist ein Zeichen der ältesten Städtepartnerschaft Europas.

„Libori“, alljährlich ein sommerlicher Höhepunkt in Paderborn, fällt aber nicht vollständig aus. Die kirchlichen Feierlichkeiten fanden und finden in deutlich kleinerem Rahmen statt, live übertragen im Internet und abrufbar über die Homepage des Erzbistums Paderborn.

"Wir sehen uns wieder"

Das Volksfest wurde ins Internet verlegt. Auf der eigens von der Stadt eingerichteten eingerichteten Seite gibt es zwar weder Bier noch Bratwurst oder Popcorn, es dreht sich auch kein Karussell. Aber immerhin wird noch bis Sonntag, 2. August, täglich ab 19 Uhr ein Livestream mit Konzerten und Kulturveranstaltungen geboten. Geboten wird eine bunte Vielfalt an Lesungen, Theater, Kleinkunst und Musik. Vom Bierbrunnen gibt es eine digitale Variante, ebenso vom Pottmarkt und vom Feuerwerk.

Die Seite kann und will keinen Ersatz darstellen, sondern will Zusammenhalt signalisieren – frei nach dem trotzigen Motto des Popsongs, den die Paderborner Band „Goodbeats“ eingespielt hat: „Libori – wir sehen uns wieder!“

Video mit DLV-Präsidentin

Auch die traditionelle Libori-Landvolk-Kundgebung, die am Dienstag dieser Woche hätte stattfinden sollen wurde ins Netz verlegt. Von der Landvolkshochschule Hardehausen organisiert, gibt es eine digitale Videobotschaft der diesjährige Festrednerin Petra Bentkämper aus Bielefeld, der Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbandes. Die Botschaft steht unter dem Motto „Frau voran – Land voran“.

Abrufbar ist das Video ab Dienstag, 28. Juli 2020, über die Internetseite www.lvh-hardehausen.de, außerdem wird es über die gängigen sozialen Netzwerke verbreitet.


Blick in die Ausstellung mit Peter Paul Rubens' "Selbstbildnis" von 1625/30 (Bildquelle: Besim Mazhiqi / Diözesanmuseum Paderborn)



Ausstellung mit Rubens

Keineswegs nur digital, sondern sehr analog und „in echt“ zu sehen ist die große Kunstausstellung, die am Wochenende zum diesjährigen Libori-Fest im Diözesanmuseum eröffnet worden ist. Sie trägt den Titel „Peter Paul Rubens und der Barock des Nordens“ und zeigt rund 120 Gemälde und andere Ausstellungsstücke, darunter ein digital rekonstruiertes Altargemälde, das 1945 bei der Bombardierung Paderborns zerstört worden ist Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es auf der Internetseite des Museums: www.dioezesanmuseum-paderborn.de.


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