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Der Wochenblatt-Dichter

Heinrich Neye: Seine Verse sind jetzt im Netz zu finden

Er war ein Dorfkind aus Brandenburg, und seine Verse waren über Jahrzehnte bundesweit in vielen Zeitungen zu finden, auch im Wochenblatt: Die eingängigen Gedichte von Heinrich Neye (1913-2002) sind nun auf einer eigenen Internetseite versammelt.

Der Wochenblatt-Dichter Heinrich Neye.

Unter Wochenblatt-Lesern ist er unvergessen - nun präsentiert eine eigene Internetseite sein Werk: Die Rede ist von Heinrich Neye (1913-2002). Er hat Zeit seines Lebens Gedichte verfasst, die im Wochenblatt ihren festen Platz gefunden haben – und nicht nur hier. Von den „Kieler Nachrichten“ über die „Glocke“ aus Oelde oder die Bielefelder „Freie Presse“ bis zum „Darmstädter Tageblatt“ oder der Ludwigsburger „Kreis-Zeitung“: Sie alle und viele mehr publizierten die Verse des „Zeitungspoeten“, wie Heinrich Neye auch genannt worden ist.

Verse eines Dorfkindes

Neye, in einem Dorf bei Neuruppin in der Mark Brandenburg aufgewachsen, hat mehr als tausend Gedichte verfasst. Darin beschrieb er Phänomene der Natur im Jahreslauf, vor allem aber die kleinen und großen Ereignisse des Alltags. Mit scheinbar leichter Hand und und einem freundlich-ironischem Unterton hat er seine Beobachtungen in einen sicheren Versrhythmus gebracht. Seine Gedichtsammlungen, unter anderem das im Landwirtschaftsverlag erschienene Buch „Gold in der Wiese“, sind längst vergriffen.

Andreas Neye, der Sohn des Autors, hat nun eine Internetseite freigeschaltet, auf der er täglich ein Gedicht seines Vaters publiziert. „Nicht alle Gedichte passen noch in die heutige Zeit“, urteilt Andreas Neye. „Rollenverständnisse haben sich ebenso verändert wie Gebräuche, Technik und Umwelt.“ Dennoch hofft er, dass die ausgewählten Gedichte seines Vaters „auch heute noch ein freundlicher Begleiter für den Tag sein mögen“, die er auf diese Weise vor dem Vergessen bewahren will.

Gedichte sind frei zugänglich

Die Verse sind auf der Internetseite alphabetisch geordnet und frei zugänglich. Jeder kann die Stücke lesen, die allerdings nach wie vor urheberrechtlich geschützt sind und nicht weiterverwendet werden dürfen.

https://heinrichneyegedichte.wordpress.com