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Wenn Schlucken schwierig ist

Mehr als 5 Mio. Menschen in Deutschland leiden an Schluckstörungen. Betroffen sind häufig ältere Menschen. Es gibt Hilfestellungen.



Wer nicht richtig schlucken kann, ist in seinem Wohlbefinden oft erheblich eingeschränkt. Doch woher kommt eine Schluckstörung und wie wird sie behandelt?

Das sind die Ursachen

Bei einer Schluckstörung (Dysphagie) ist der Transport von Speichel oder unterschiedlich beschaffener Nahrung vom Mundraum bis in den Magen gestört. Neben Erkrankungen des Mund-/Rachenraumes und des oberen Verdauungstraktes sind vor allem neurologische Grunderkrankungen wie Morbus Parkinson, Demenz oder ein Schlaganfall verantwortlich für Schluckstörungen.

Zwei Wochen nach einem akuten Schlaganfall haben etwa 50 % der Patienten Schwierigkeiten beim Schlucken. Im Verlauf bildet sich ein Großteil der Störungen jedoch zurück.

So wird behandelt

Das Hauptziel der Behandlung ist in der Regel, ein normales Schluckmuster anzubahnen und eine ausreichende Flüssigkeits- und Nahrungszufuhr anzustreben.

Wenn nichts mehr geht
Kann trotz Behandlung nicht mehr ausreichend Nahrung geschluckt werden, kann – wenn der betroffene Patient dies möchte – über eine endoskopisch angelegte „Bauchdeckenernährungs- sonde“ (PEG-Sonde) Nahrung zugeführt werden.


Im geriatrisch-therapeutischen Team sind vor allem Logopäden und Ergotherapeuten damit beschäftigt, wichtige Hilfestellungen zu leisten. Neben dem Abbau ungeeigneter bzw. schädlicher Reflexmuster gehören Atemtraining, Widerstandsübungen der Zungenmuskulatur sowie Sprechübungen zur Behandlung.

Aber auch eine Optimierung der Sitzposition, die Beschaffenheit und Positionierung der Nahrung und das Einüben spezieller Schlucktechniken gehören zur Therapie. Dr. med. Norbert Bradtke, Facharzt für Innere Medizin und Geriatrie aus Marsberg

Den ausführlichen Bericht mit weiteren Informationen zum Thema Schluckstörung und ihre Behandlung lesen Sie in Wochenblatt-Folge 28/2017.

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