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Sekundenschlaf wird unterschätzt

Sekundenschlaf verursacht mehr als doppelt so viele Unfälle wie Alkohol am Steuer. Ursache können auch Medikamentenwirkungen sein.

Jeder vierte Autofahrer ist schon einmal am Steuer eingenickt. Foto: petzshadow/stock.adobe.com

Jeder vierte Autofahrer ist schon einmal am Steuer eingenickt. Das hat eine Befragung des Deutschen Verkehrssicherheitsrates ergeben. Wissenschaftlichen Studien zufolge sterben auf deutschen Straßen vermutlich mehr als doppelt so viele Menschen infolge Sekundenschlafs als infolge Alkohols am Steuer.

Besonders nach einer durchwachten Nacht, in den frühen Morgenstunden zwischen 4 und 7 Uhr sowie in monotonen Situationen wie auf der Autobahn droht Sekundenschlaf, warnt die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Die Reaktionszeit verringert sich der DGSM zufolge nach vielen Stunden ohne Schlaf ähnlich wie nach dem Konsum von Alkohol. 17 Stunden ohne Schlaf wirken wie 0,5 Promille, 22 Stunden wie 1,0 Promille Alkohol im Blut.

Neben Schlafmangel können auch Erkrankungen, Medikamentenwirkungen, klimatische Verhältnisse, Wegstrecke, Tageszeit oder Wochentag sowie die Ausstattung des Fahrzeuges einen Sekundenschlaf verursachen. Experten sind davon überzeugt, dass viele Verkehrsunfälle unter der Beteiligung von Arzneimitteln, insbesondere Psychopharmaka, stattfinden.

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