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Blutgerinnung außer Balance

Viele Menschen denken bei Thrombose an alte Leute und Stützstrümpfe. Leider können auch junge Menschen gefährliche Blutgerinnsel entwickeln.

Bei einer familiären Thromboseneigung ist es wichtig, dass sich schon junge Frauen keine östrogenhaltige Antibabypille verschreiben lassen. Foto: Lydie/stock.adobe.com



Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das die Blutgefäße verstopft. Sie kann sowohl in einer Arterie als auch in einer Vene entstehen. Bildet sich ein Thrombus in einer Arterie, kann es zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Wandert bei einer Venenthrombose ein Thrombus in die Lunge, führt dies zu einer Lungenembolie.

Typische Anzeichen einer akuten Thrombose sind Schmerzen, Spannungs- oder Druckgefühl sowie Schwellung und Blaufärbung der Haut. Bei einer Lungenembolie treten plötzlich Atemnot und Schmerzen im Brustkorb auf.

Angeborene Thromboseneigung

In Deutschland erkrankt jeder tausendste Mensch im Laufe seines Lebens an einer Thrombose. 10 % von ihnen haben ein angeborenes Risiko dafür. Im Kindesalter spielen angeborene Thromboseneigungen die Hauptrolle. Manche Kinder erleiden bereits im Mutterleib Thrombosen.

Gefährdet sind Menschen insbesondere bei einer angeborenen Anfälligkeit zu Blutgerinnseln (Thrombophilie) und wenn äußere begünstigende Faktoren hinzukommen. Die häufigste Form der angeborenen Thromboseneigung wird durch eine Variante des Gerinnungsfaktors V (fünf) ausgelöst. Zwar ist die Struktur dieses Eiweißes aufgrund der genetischen Fehlinformation nur minimal verändert. Das Gerinnungssystem gerät dadurch jedoch aus der Balance.

Neben anderen Faktoren kann auch die Einnahme einer östrogenhaltigen Antibabypille das Thromboserisiko bei einer angeborenen Thromboseneigung erhöhen. Deshalb sollten betroffene Frauen unbedingt auf gestagenhaltige Antibabypillen zurückgreifen. Dr. med. Anne Schulze Everding, Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin

Den vollständigen Beitrag zu Thrombose lesen Sie in Wochenblatt-Folge 38/2017.