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Wildschaden gezielt provoziert Digital Plus

Ein Nachbar fand in seinen Kartoffeldämmen hin und wieder eine Handvoll Maiskörner. Wenige Tage später stellte ein anderer Landwirt beim Haferdreschen fest, dass rund um sein Feld mit „Maggi“ gewürzter Walzhafer verstreut war. Der Jagdpächter ist aufgrund dieser Funde nicht mehr bereit, Wildschäden zu regulieren. Sollen wir Anzeige gegen Unbekannt erstatten? Und: Wer reguliert unsere Wildschäden?

Augenscheinlich versucht ein böswilliger Zeitgenosse, Wildschäden durch illegales Anfüttern in landwirtschaftlichen Kulturen zu provozieren. Auf jeden Fall sollten Sie deshalb bei der Polizei und bei der Unteren Jagdbehörde Anzeige erstatten.

Wenn der Jagdpächter den Wildschadenersatz im Pachtvertrag übernommen hat, bleibt er...

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Augenscheinlich versucht ein böswilliger Zeitgenosse, Wildschäden durch illegales Anfüttern in landwirtschaftlichen Kulturen zu provozieren. Auf jeden Fall sollten Sie deshalb bei der Polizei und bei der Unteren Jagdbehörde Anzeige erstatten. Wenn der Jagdpächter den Wildschadenersatz im Pachtvertrag übernommen hat, bleibt er zum Ersatz auch dann verpflichtet, wenn von unbekannter Seite Versuche unternommen werden, den Wildschaden im Revier „anzuheizen“. Wird der Verantwortliche ertappt, kann der Jagdpächter gegenüber diesem Schadenersatz geltend machen. Auch würde ein Landwirt nach dem Grundsatz des Mitverschuldens keinen Ersatz bekommen, wenn er dabei erwischt würde, wie er mit gezielten Maßnahmen Wildschaden auf seinen Flächen provoziert. Neben der Erstattung einer Anzeigen ist eine intensive Kontrolle der Flächen ratsam, um im Wiederholungsfall sofort Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Des Weiteren ist zu überlegen, ob sich wildschadengefährdete Flächen durch Präventionsmaßnahmen wie Elektrozäune oder Verstänkerungsmittel zusätzlich schützen lassen.