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Jagdpächter lockt Schwarzwild an Digital Plus

Der Jagdpächter des Nachbarreviers lockt an der Grenze zu unserem Revier Wildschweine an, indem er Bäume mit Holzteer bestreicht und da­runter Körnermais streut. In unserem Revier sind aufgrund dieser Praktiken bereits enorme Schäden entstanden. Darf der Pächter so nah an der Grenze die Wildschweine anlocken? Ist dies überhaupt erlaubt?

Futterplätze und Kirrungen dürfen nach § 28 II Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen (LJG NRW) innerhalb von 75 m zur Grenze nur dann errichtet werden, wenn hierzu mit dem jeweiligen Jagdnachbarn eine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde. Zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden kann die Untere Jagdbehörde Ausnahmen zulassen, sodass d

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Futterplätze und Kirrungen dürfen nach § 28 II Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen (LJG NRW) innerhalb von 75 m zur Grenze nur dann errichtet werden, wenn hierzu mit dem jeweiligen Jagdnachbarn eine schriftliche Vereinbarung getroffen wurde. Zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden kann die Untere Jagdbehörde Ausnahmen zulassen, sodass dann der Mindestabstand zur Grenze unterschritten werden darf. Nach § 28 der Durchführungsverordnung zum LJG NRW darf in einem Revier nicht mehr als eine Kirrstelle je angefangene 100 ha bejagbarer Fläche angelegt werden. Zu keinem Zeitpunkt darf an einer Kirrstelle mehr als 1 l Getreide bzw. Mais ausgebracht werden. Andere Futtermittel, wie etwa Brotreste oder insbesondere tierische Abfälle, sind verboten! Das Kirrmittel muss in den Boden eingebracht werden oder abgedeckt sein, sodass es nur von Schwarzwild aufgenommen werden kann. Vor dem Anlegen von Kirrstellen sind diese bei der Unteren Jagdbehörde unter Vorlage eines Lageplanes anzuzeigen. Sie sollten Ihren Nachbarn auf die gesetzlichen Regelungen hinweisen, damit er die illegalen Fütterungs- und Kirrungspraktiken umgehend einstellt.