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Milben lieben Feuchtigkeit Digital Plus

Im Durchgang zwischen Wohnung und Stall finden wir immer wieder die mitgesandten Tiere. Sie laufen an den Wänden, sitzen in Ecken, hinter Schränken oder auch an dem Kühlaggregat des Kühlschranks. Im Durchgang befindet sich auch unser Lebensmittelvorrat. Um welche Tiere handelt es sich und wie können wir sie vertreiben?

In der hier vorgelegten Probe befand sich eine größere Anzahl an Milben aus der Gruppe der Gamasina (Acari: Mesostigmata). Eine weitergehende Bestimmung konnte nicht erfolgen. Innerhalb dieser Gruppe gibt es jedoch eine ganze Anzahl an Arten, die sich als Schimmelfresser ernähren und in Häusern oder auch in Stallungen mit Heuboden oder Strohdach gelegentlich in großen Massen auftauchen. Auch in feuchten Neubauten kommt es gelegentlich zur Massenvermehrung solcher Milben, die sich...

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In der hier vorgelegten Probe befand sich eine größere Anzahl an Milben aus der Gruppe der Gamasina (Acari: Mesostigmata). Eine weitergehende Bestimmung konnte nicht erfolgen. Innerhalb dieser Gruppe gibt es jedoch eine ganze Anzahl an Arten, die sich als Schimmelfresser ernähren und in Häusern oder auch in Stallungen mit Heuboden oder Strohdach gelegentlich in großen Massen auftauchen. Auch in feuchten Neubauten kommt es gelegentlich zur Massenvermehrung solcher Milben, die sich dort vom feinen, zum Teil mit bloßem Auge nicht sichtbaren Schimmelpilzrasen auf feuchten Tapeten ernähren. In Ihrem Durchgang herrschen offenbar geeignete Bedingungen, die eine Massenvermehrung der Milben ermöglichen. Zum einen könnten die Tiere in dem Bereich feucht gewordene Lebens- oder Futtermittel vorfinden, die ihnen als Nahrungsgrundlage dienen. Zum anderen könnte es aber auch sein, dass, bedingt durch Temperaturschwankungen und Kältebrücken in dem Bereich, sich immer wieder Kondenswasser an den Wänden und hinter Schränken niederschlägt und so das Wachstum von Schimmelpilzen fördert. Für die Bekämpfung der Milben ist zum einen erforderlich, ihnen die Nahrungsgrundlage zu entziehen, also den Schimmel. Weiterhin sind die Umgebungsbedingungen so zu ändern, dass die Milben sich nicht gut entwickeln können. Milben benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie lassen sich somit durch Austrocknen bekämpfen. Im konkreten Fall mag es darüber hinaus hilfreich sein, den Milben­besatz zunächst mit einem Präparat, das über einen akariziden Wirkstoff verfügt, chemisch zu reduzieren. (Folge 49-2019)