Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Bleibt Fischereirecht bestehen? Digital Plus

Mein Vater ist im Besitz eines selbstständigen Fische­reirechts an der Ems. Im Rahmen einer Renaturierung wird zukünftig wahrscheinlich das Flussbett umgelegt. Der alte Emsarm bleibt aber erhalten. Bleibt unser Fischereirecht für diesen alten Emsarm erhalten und bekommen wir gleichzeitig das Fischereirecht an dem neuen Flusslauf? Welche Behörde müsste einen darüber informieren bzw. wo ist das „neue“ Fischereirecht zu beantragen?

Ein selbstständiges Fischereirecht erlischt bei Eingriffen im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen nicht. In § 7 des Landesfischereigesetzes heißt es: „Verändert ein Gewässer durch natürliche Ereignisse oder künstliche Eingriffe sein Bett, so folgt ein selbstständiges Fischereirecht dem veränderten Bett

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Ein selbstständiges Fischereirecht erlischt bei Eingriffen im Rahmen von Renaturierungsmaßnahmen nicht. In § 7 des Landesfischereigesetzes heißt es: „Verändert ein Gewässer durch natürliche Ereignisse oder künstliche Eingriffe sein Bett, so folgt ein selbstständiges Fischereirecht dem veränderten Bett.“ Diese Regelung ist relativ neu und ersetzt die alte Regelung, nach der das selbstständige Fischereirecht bei einer Verlagerung des Flussbettes erlosch. Die geplanten Renaturierungsmaßnahmen an der Ems führen also nicht zu einer Veränderung der Situation für die Fischereirechtsinhaber. Die Besitzer dieses selbstständigen Fischereirechts sind nach wie vor Mitglied der Fischereigenossenschaft, welche die Fischereirechte an einem Flussabschnitt verwaltet und verpachtet. Nähere Auskünfte dazu erteilt die Emsfischereigenossenschaft Rheine an der Ems, die vermutlich in Ihrem Fall zuständig ist, oder der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe e. V., Sprakeler Str. 409, 48159 Münster, Tel. (02 51) 4 82 71-19.