Zum Inhalt springen
16 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Wildschaden auf Bio-Grünland Digital Plus

Wir betreiben Bio-Landwirtschaft. Im Grünland haben Wildschweine umfangreich Schäden angerichtet. Wir haben den Jagdpächter informiert, dass wir von ihm eine Wiederherstellung der Flächen wünschen – verbunden mit dem Hinweis, dass er nur Saatgut aus biologischer Erzeugung verwenden darf und wir einen entsprechenden Nachweis bräuchten. Darüber war er nicht erfreut. Wie ist die Rechtslage?

Biolandwirte müssen für die Nachsaat von Wühlschäden Öko-Grünland-Saatgut verwenden.

Gegenüber dem Jagdpächter besteht der Anspruch auf Wildschadenersatz, wenn der Jagdpächter die Ersatzverpflichtung laut Jagdpachtvertrag übernommen hat. Weiterhin ist Voraussetzung, dass der Wildschaden fristgemäß beim zuständigen Ordnungsamt angemeldet worden ist und das sogenannte Vorverfahren in Wildschadensangelegenheit ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Das Vorverfahren endet in NRW e

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
Gegenüber dem Jagdpächter besteht der Anspruch auf Wildschadenersatz, wenn der Jagdpächter die Ersatzverpflichtung laut Jagdpachtvertrag übernommen hat. Weiterhin ist Voraussetzung, dass der Wildschaden fristgemäß beim zuständigen Ordnungsamt angemeldet worden ist und das sogenannte Vorverfahren in Wildschadensangelegenheit ordnungsgemäß durchgeführt wurde. Das Vorverfahren endet in NRW entweder mit der gütlichen Einigung oder es scheitert. Im Falle des Scheiterns muss der Geschädigte binnen einer Notfrist von zwei Wochen seinen Ersatzanspruch bei Gericht einklagen. Ansonsten ist der Ersatzanspruch ausgeschlossen. Die Frist beginnt ab dem Zeitpunkt des Erhalts der behördlichen Mitteilung über das Scheitern des Vorverfahrens zu laufen. Nur der Geschädigte hat das Wahlrecht, ob er Geldersatz haben will oder vom Ersatzverpflichteten die Wiederherstellung verlangt. Bei Letzterem ist es dann Sache des Ersatzverpflichteten, die Fläche wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Handelt es sich um einen Biobetrieb, der auf seinen Flächen nur Öko-Grünland-Saatgut einsetzen darf, muss auch dieses teurere Saatgut zur Nachsaat verwendet werden, damit dem Geschädigten nicht doch noch Schäden verbleiben, etwa aufgrund von Verstößen gegen Prämienrecht oder Zertifizierungsvorgaben. (Folge 8-2019)