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Schwefel-Pellets gegen Schwarzwild? Digital Plus

Um Schwarzwildschäden auf meinem Grünland einzudämmen, überlege ich, pelletierten Schwefel (100 kg/ha) auf den gefährdeten Flächen auszubringen. Den dritten Schnitt lasse ich vom Rindvieh abweiden. Werden die Tiere dieses Gras nach der Schwefelaufbringung meiden?

Wildschäden im Grünland sind ärgerlich. Bei der Umsetzung von pelletiertem elementaren Schwefel wird ein unangenehmer Geruch freigesetzt, der Wildschweine vergrämen soll.

Die Ausbringung von pelletiertem elementaren Schwefel wird in Schwarzwildgebieten zum Teil zur Vergrämung und somit zur Wildschadenvermeidung auf dem Grünland eingesetzt. Das Produkt lässt sich unproblematisch ausstreuen und reagiert mit Bodenwasser/Tau zu schwefeliger Säure. Dabei wird ein unangenehmer Geruch freigesetzt, der vergrämend wirkt. Gleichzeitig wird bei dieser Maßnahme das Grünland mit Schwefel ver

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Die Ausbringung von pelletiertem elementaren Schwefel wird in Schwarzwildgebieten zum Teil zur Vergrämung und somit zur Wildschadenvermeidung auf dem Grünland eingesetzt. Das Produkt lässt sich unproblematisch ausstreuen und reagiert mit Bodenwasser/Tau zu schwefeliger Säure. Dabei wird ein unangenehmer Geruch freigesetzt, der vergrämend wirkt. Gleichzeitig wird bei dieser Maßnahme das Grünland mit Schwefel versorgt, der nach und nach von den Pflanzen aufgenommen wird. Weil Grünland zu den sehr schwefelbedürftigen Kulturen zählt und gleichzeitig viele Grünlandflächen einen Schwefelmangel aufweisen, ist diese Maßnahme somit in doppelter Hinsicht durchaus sinnvoll. Da Schwarzwild jedoch sehr intelligent und lernfähig ist, bleibt abzuwarten, ob der Vergrämungseffekt auch nach mehreren jährlichen Anwendungen anhält. Dazu liegen bislang keine langjährigen Ergebnis­se vor. Auch zu Ihrer Frage der Beweidung nach einer pelletierten Schwefelgabe liegen keine gesicherten Erfahrungen vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Instinkte der Wildtiere deutlich ausgeprägter sind als die der Nutztiere, und sich von daher Rindvieh nur bedingt von der Futteraufnahme auf der Weide abhalten lässt. Sinnvollerweise sollten Erfahrungen mit den eigenen Tieren auf einer Testfläche gesammelt werden. Schädliche Auswirkungen auf die Tiere sind nicht zu befürchten. (Folge 47-2018)