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Weinstock hat „Sonnenbrand“ Digital Plus

An unserem Weinstock (blaue, mehltauresistente Rebsorte) sind seit einiger Zeit Trauben vertrocknet bzw. abgestorben. Vor drei Wochen habe ich die übermäßig langen Triebe eingekürzt. Die Veränderung an den Trauben ist besonders schlimm an den Stellen, die am meisten der Sonne ausgesetzt sind. Ist dies auf die extreme Hitze und Trockenheit zurückzuführen?

Wird das Laub am Weinstock zu spät entfernt, könnte starke Sonneneinstrahlung die Trauben schädigen.

Sie vermuten richtig: Die Schädigung ist durch starke Sonnen­einstrahlung entstanden. Infolge des Rückschnitts der langen Triebe sind Blätter und Trauben, die vorher beschattet waren, plötzlich der Sonne ausgesetzt. Die Beeren zeigen zuerst an der Sonnenseite dunkelgrüne Einsenkungen, die sich bald rosa bis braun verfärben. An der Rebe

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Sie vermuten richtig: Die Schädigung ist durch starke Sonnen­einstrahlung entstanden. Infolge des Rückschnitts der langen Triebe sind Blätter und Trauben, die vorher beschattet waren, plötzlich der Sonne ausgesetzt. Die Beeren zeigen zuerst an der Sonnenseite dunkelgrüne Einsenkungen, die sich bald rosa bis braun verfärben. An der Rebe sind bevorzugt die Bereiche betroffen, die am stärksten zur Sonne hin exponiert sind. Da der Juli in diesem Jahr außergewöhnlich heiß und sonnig war, sind die Schäden nun besonders stark. Aber auch bei „normaler“ Sommerwitterung besteht nach intensiver Entblätterung ein Risiko für Sonnenbrand. In Zukunft vermeiden können Sie Sonnenbrand, indem Sie frühzeitig mit den Laubarbeiten beginnen. Insbesondere die Traubenzone sollten Sie ab Juni wiederholt freistellen, sodass die Beeren nicht zu stark beschattet werden und sich an die Sonneneinstrahlung gewöhnen können. Andere Schädigungen können wir auf Ihrem Foto nicht erkennen. Das Blattwerk erscheint gut entwickelt und gesund, und auch an den Beeren deutet nichts auf einen Krankheits- oder Schädlingsbefall hin. (Folge 33-2019)