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Wohnhaus zu hoch versichert? Digital Plus

Wir haben 2010 ein neues Wohnhaus gebaut – den Innenausbau teils in Eigenregie. Laut Rechnungen betrugen die Baukosten etwa 240  000 €. Seit 2017 haben wir das Haus gegen Feuer/Wasser und Elementarschäden versichert. Dabei hat die Gesellschaft einen viel höheren Wert ermittelt. Zahlen wir zu viel Beitrag?

Beim Abschluss einer Gebäudeversicherung sollten Sie auch die Überspannungsschäden und Aufräumkosten mitversichern.

Die Versicherungsgesellschaften ermitteln den Versicherungswert verschieden. Viele Gesellschaften errechnen bei Wohnhäusern die Versicherungssumme auf Grundlage der Wohnfläche und machen Auf- und Abschläge für die Lage, Art der Außenwände, Dachausführung, Fußbodenheizung, Garage, Keller usw. Auf die Nennung einer Versicherungssumme wird ganz verzichtet und Unterversicherungsverzicht gewährt. Die Schäden infolge vo

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Die Versicherungsgesellschaften ermitteln den Versicherungswert verschieden. Viele Gesellschaften errechnen bei Wohnhäusern die Versicherungssumme auf Grundlage der Wohnfläche und machen Auf- und Abschläge für die Lage, Art der Außenwände, Dachausführung, Fußbodenheizung, Garage, Keller usw. Auf die Nennung einer Versicherungssumme wird ganz verzichtet und Unterversicherungsverzicht gewährt. Die Schäden infolge von Feuer, Sturm und Leitungswasser (falls versichert) sind dann voll gedeckt. Andere Gesellschaften ermitteln den umbauten Raum und berechnen daraus den Wert 1914. Dieser Wert 1914 wird mit dem aktuellen Baukostenindex (2017: ca. 13,5) multipliziert. Das ergibt den aktuellen Neuwert, der jährlich angepasst wird. Mit der so berechneten Versicherungssumme soll der Hausbesitzer in der Lage sein, das Gebäude von einem Unternehmer ohne Eigenleistung (schlüsselfertig) erstellen zu lassen. Die so errechnete Versicherungssumme liegt daher natürlich oberhalb der von Ihnen genannten Baukosten, enthält häufig aber auch Sicherheitszuschläge. Läuft Ihr jetziger Vertrag für das Wohngebäude aus, sollten Sie sich von mehreren Gesellschaften Angebote einholen. Fragen Sie nach Selbstbeteiligungen und lassen Sie sich die Prämie bei Gewährung des Unterversicherungsverzichtes vorrechnen. Achten Sie darauf, dass Überspannungsschäden und Aufräumungskosten mitversichert sind. (Folge 5-2019)