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Betriebs- oder Privatvermögen? Digital Plus

1998 hatten wir unser Wohnhaus mit Grundstück steuerfrei vom Betriebs- ins Privatvermögen entnommen. Zudem konnten wir damals zwei weitere Wohnhäuser auf der Hofstelle ins Privatvermögen überführen. Demnächst wollen meine Frau und ich alles vererben. Unsere zwei Kinder haben die Flächen je zur Hälfte gepachtet. Wie können wir steuerliche Nachteile vermeiden?

Ein Baugrundstück, das sich im Privatvermögen befindet, kann der Eigentümer steuerfrei verkaufen oder auch an ein Kind vererben.

Sowohl im Erbgang als auch bei lebzeitiger Übergabe stehen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer für die Kinder jeweils Freibeträge in Höhe von 400  000 € und für die Ehefrau in Höhe von 500  000 € zur Verfügung. Außerdem unterliegt das land- und forstwirtschaftliche Vermögen, unabhängig davon, ob es sich im steuerlichen Betriebs- oder Privatvermögen befindet oder nicht, einer umfangreichen Verschonung. Wird das begünstigte Vermögen sieben Jahre

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Sowohl im Erbgang als auch bei lebzeitiger Übergabe stehen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer für die Kinder jeweils Freibeträge in Höhe von 400  000 € und für die Ehefrau in Höhe von 500  000 € zur Verfügung. Außerdem unterliegt das land- und forstwirtschaftliche Vermögen, unabhängig davon, ob es sich im steuerlichen Betriebs- oder Privatvermögen befindet oder nicht, einer umfangreichen Verschonung. Wird das begünstigte Vermögen sieben Jahre nicht verkauft oder sonst verändert, wird Schenkung- und Erbschaftsteuer nicht erhoben. Für die Zuordnung zum begünstigten land- und forstwirtschaftlichen Vermögen kommt es auf die Feststellungen im Einheitswertbescheid an. Bei Ihren Überlegungen sollten Sie beachten, dass durch die vorweggenommene Erbfolge der landwirtschaftliche Betrieb nicht zerschlagen wird. Eine solche steuerschädliche Zerschlagung würde eintreten, wenn Sie den Betrieb hälftig den Kindern übertragen. In diesem Fall würde das Finanzamt eine steuerpflichtige Betriebsaufgabe annehmen und der Besteuerung die Verkehrswerte (steuerlich: gemeiner Wert) zugrunde legen. Wir empfehlen Ihnen, sich vor einer erbrechtlichen Regelung beim Landwirtschaftlichen Kreisverband und einem Steuerberater bzw. einer Landwirtschaftlichen Buchstelle beraten zu lassen. Wären Ihre landwirtschaftlichen Flächen Privatvermögen, so würde das aufgeführte Problem nicht eintreten. Die Übertragung von Privatvermögen löst keine Einkommensteuer aus. Das ist der entscheidende Unterschied zwischen Privat- und Betriebsvermögen. (Folge 4-2018)