Zuckerrüben – Blattkrankheiten

Maisbestände sehr unterschiedlich entwickelt / Sehr gute Bestände bis Totalausfälle / Stärkeeinlagerung läuft / Erster Probeschnitt

Auf keinem der fast 100 Monitoring­standorte in Nordrhein-Westfalen wurden bisher Cercospora-Blattflecken gefunden. Die Prognosemodelle für die pilzlichen Blattkrankheiten zeigen aber, dass in der kommenden Woche in den rheinischen Anbauregionen ein Erstbefall möglich wird.

Vor allem in den weiterentwickelten früh gesäten Rüben (Märzaussaaten) wird das der Fall sein. Bei den momentan auftretenden Blattflecken handelt es sich fast immer um bakterielle Pseudomonas-Flecken, die sich nach Starkregen oder Hagel auf verletzten Blättern bilden können.

Bekämpfungsmöglichkeiten gegen diese Blattflecken gibt es nicht und wären auch unnötig, da der Erreger nach der Wundheilung der Blätter keine neuen Eintrittspforten findet und von selber abstirbt.

Da Pseudomonas-Flecken leicht mit Cercospora-Blattflecken zu verwechseln sind, muss bei eigenen Bonituren mit großer Sorgfalt gearbeitet werden, damit Fungizide nicht unnötig eingesetzt werden.

Mittel zur Bekämpfung der pilzlichen Blattkrankheiten in Leistung und Wirkdauer auf die wichtigsten Krankheiten zeigt die Übersicht . Die Strobilurine wurden etwas besser bewertet als bei ProPlant.

Anders als in Österreich und in Süddeutschland wurde in Nordrhein-Westfalen bisher noch keine Resistenz bei Cercospora beobachtet, daher die bessere Bewertung.

Damit das möglichst lange so bleibt, ist es wichtig, beim Fungizideinsatz keine Mittelreduzierungen vorzunehmen, Strobilurine nur einmal einzusetzen und bei möglichen Folgebehandlungen einen Wechsel bei den Azolen vornehmen.


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