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Raps: Unkrautbekämpfung, Schwarzer Kohltriebrüssler Digital Plus

3. September 2019 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche.

Schäden durch die Larven des Schwarzen Kohltriebrüsslers.

Raps – Unkrautbekämpfung: Raps, der vor drei bis fünf Tagen gesät wurde, lässt sich unter den vorhergesagten Witterungsbedingungen mit clomazonhaltigen Produkten behandeln. In der Regel ist die Rapssaat länger her bzw. der Raps ist aufgelaufen. Hier bietet es sich an, mit Produkten wie etwa Fuego Top (1,5 l/ha) zu arbeiten. Hat Kamille einen Durchmesser von 2 cm überschritten, empfiehlt sich ein Zumischen von 0,15 l/ha Runway. Bei Mulchsaaten ist oft schon ein starker Druck mit Ausfallgetreide vorhanden. Dagegen lassen sich Gräserherbizide wie etwa 0,7 l/ha Targa Super zu mischen. Weiterhin kann im späteren Nachauflauf (ab dem zweiten Rapslaubblatt) mit Belkar + Synero behandelt werd

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Raps – Unkrautbekämpfung: Raps, der vor drei bis fünf Tagen gesät wurde, lässt sich unter den vorhergesagten Witterungsbedingungen mit clomazonhaltigen Produkten behandeln. In der Regel ist die Rapssaat länger her bzw. der Raps ist aufgelaufen. Hier bietet es sich an, mit Produkten wie etwa Fuego Top (1,5 l/ha) zu arbeiten. Hat Kamille einen Durchmesser von 2 cm überschritten, empfiehlt sich ein Zumischen von 0,15 l/ha Runway. Bei Mulchsaaten ist oft schon ein starker Druck mit Ausfallgetreide vorhanden. Dagegen lassen sich Gräserherbizide wie etwa 0,7 l/ha Targa Super zu mischen. Weiterhin kann im späteren Nachauflauf (ab dem zweiten Rapslaubblatt) mit Belkar + Synero behandelt werden. Dies ist besonders bei stärkerem Druck mit Storchschnabel sinnvoll. Als Mischpartner gegen Gräser ist hier nur Gallant Super mit 0,4 bis 0,5 l/ha freigegeben. Gegen Wegrauke wirken Fuego Top und Runway nicht. Über Belkar + Synero werden Teilwirkungen erreicht. Gegen Wegrauke muss also gegebenenfalls mit Fox nachbehandelt werden. Raps – erste Schwarze Kohltriebrüssler unterwegs: Der Schwarze Kohltriebrüssler ist noch nicht verbreitet zugeflogen. Nur im Kreis Soest wurden erste Exemplare in Gelbschalen gefangen. Von einem Hauptzuflug lässt sich noch nicht sprechen, ab jetzt müssen aber unbedingt die Gelbschalen regelmäßig kontrolliert werden. Die Käfer legen ihre Eier in die Rapspflanzen. Die schlüpfenden Larven wandern zum Vegetationskegel. Durch die Fraßtätigkeit der Larven kommt es zu Verwachsungen an den Pflanzen und die Winterhärte wird herabgesetzt. Nach dem Zuflug dauert es je nach Temperatur vier bis sieben Tage, bis die Käfer mit der Eiablage beginnen. Da die Eier nicht, und die Larven nur bedingt zu bekämpfen sind, ist es notwendig, gegen die Käfer vorzugehen. Ob und wann Käfer zugeflogen sind, lässt sich praktisch nur mithilfe von Gelbschalen ermitteln. Der vorläufige Bekämpfungsrichtwert liegt bei fünf bis zehn Käfern je Gelbschale. Wirksame Produkte sind die Pyrethroide wie Karate Zeon (75 ml/ha). Damit wird gleichzeitig der Rapserdfloh erfasst. Zu frühe Maßnahmen deutlich vor dem Zuflug und Eiablage erfassen den Schädling nur unzureichend. Weiterhin ist, wie letzte Woche beschrieben, auf den frühen Blattfraß durch Erdfloh oder Larve der Rübsenblattwespe zu achten.