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Mais: Unkrautbekämpfung Digital Plus

21. Mai 2019 - Hinweise der Landwirtschaftskammer NRW zum Pflanzenschutz für diese Woche

Schäden bei der Unkrautbekämpfung vermeiden: Für die Woche ist bedeckte Witterung mit gebietsweisen Niederschlägen bei Temperaturen um 17 °C gemeldet. Die Sonne soll sich nur selten zeigen. Nach der warmen Witterung am Wochenende hat sich der Mais erholt und ist wieder grün. Dort, wo die Flächen nun insgesamt grün werden, sind zügige Behandlungen angeraten. Bei bedeckter Witterung ist eine Wachsschicht nicht erforderlich. So ist die Aktivität von Produkten wie z.  B. Laudis, Callisto, Barracuda oder auch B 235 stark abhängig von der Sonneneinstrahlung. Bei bedeckter Witterung ist die Wirkung vergleichsweise gering, entsprechend gering ist die Gefahr von Aufhellungen/Ätzschäden am Mais. Um eine erste Welle von Unkräutern und Hir

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Schäden bei der Unkrautbekämpfung vermeiden: Für die Woche ist bedeckte Witterung mit gebietsweisen Niederschlägen bei Temperaturen um 17 °C gemeldet. Die Sonne soll sich nur selten zeigen. Nach der warmen Witterung am Wochenende hat sich der Mais erholt und ist wieder grün. Dort, wo die Flächen nun insgesamt grün werden, sind zügige Behandlungen angeraten. Bei bedeckter Witterung ist eine Wachsschicht nicht erforderlich. So ist die Aktivität von Produkten wie z.  B. Laudis, Callisto, Barracuda oder auch B 235 stark abhängig von der Sonneneinstrahlung. Bei bedeckter Witterung ist die Wirkung vergleichsweise gering, entsprechend gering ist die Gefahr von Aufhellungen/Ätzschäden am Mais. Um eine erste Welle von Unkräutern und Hirsen zu bekämpfen, sind z.  B. Kombinationen aus 0,75 l/ha Barracuda bzw. 1,5 l/ha Laudis, jeweils + z.  B. 2 l/ha Spectrum Gold ausreichend. Mit entsprechenden Mischungen sind Hühnerhirsen bis EC 13 sicher zu erfassen. Gegen Fingerhirsen ist die Laudiskombination zu bevorzugen. Diese wirkt auch gegen Borstenhirse. Diese beiden Hirsearten sollten aber das 2-Blatt-Stadium nicht überschritten haben. Steht Borstenhirse im Vordergrund, sind Produkte wie Maister power oder Elumis zu bevorzugen. Bei bedeckter Witterung und geringen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, lassen sich diese und vergleichbare Mittel kulturverträglich einsetzen. Eine Wachsschicht ist unter diesen Bedingungen nicht erforderlich. Kritisch wird es, wenn auf weiche Pflanzen behandelt wird und es wenige Stunden danach zu starker Einstrahlung kommt. Ist dies nicht auszuschließen, sollten Behandlungen in die Nachmittags- bzw. Abendstunden verlegt werden. Bis zum 2-Blatt-Stadium der Hirsen sind 0,75 l/ha Maister power/Elumis ausreichend. Gegen größere Hirsen und Unkräuter sind Aufwandmengen von 1,25 bis 1,5 l/ha zu wählen. Als Bodenherbizide kommen Aspect (0,75 bis 1,5 l/ha), Spectrum Gold (1 bis 2 l/ha) oder auch Successor T (1,5 bis 3 l/ha) infrage. Die geringen/halben Aufwandmengen stehen für eine geplante Spritzfolge. Die höheren Mengen für eine Einfachbehandlung. Auf Standorten ohne Hirsen ist u.  a. Calaris 1 bis 1,25 l/ha oder Zeagran Ultimate (1 bis 1,5 l/ha) geeignet. Gegen Gräser kann z.  B. Motivell forte mit 0,75 l/ha zugemischt werden. Gute Erfahrungen bestehen auch mit dem Zeagran Clean Combo Pack, in dem Zeagran Ultimate, Kideka und Kanos enthalten sind. Der Pack wird mit Mengen von jeweils 0,75 bis 1 l/ha) eingesetzt.