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Stemwede: Eier wieder „frei“

Trotz zahlreicher Untersuchungen konnte in Stemwede nicht die Ursache für die Dioxinbelastung gefunden werden. Foto: B. Lütke Hockenbeck

Knapp drei Monate nach dem Nachweis von Dioxin und dioxinähnlichen Polychlorierten Biphenylen (dl-PCB) in von ihm vermarkteten Bioeiern darf der Stemweder Geflügelhof wieder Ware verkaufen, jedoch nur konventionelle Eier.

Wie der Kreis Minden-Lübbecke mitteilte, wurde die amtliche Vermarktungssperre nach neuerlichen Untersuchungen der Eier des Hofes aufgehoben. Diese hätten ergeben, dass die in den Proben bestimmten Gehalte an Dioxin und dl-PCB unter dem geltenden Grenzwert liegen.

Die Ursache für die Belastungen habe trotz zahlreicher Untersuchungen von Eiern, Futterproben, Tränkwasser und Einstreu bisher nicht gefunden werden können, berichtete der Kreis weiter. Vor Kurzem seien Untersuchungen von Bodenproben in Auftrag gegeben worden; die Ergebnisse dazu lägen noch nicht vor. Aus diesem Grund müssten die Legehennen vorerst in ihren Ställen bleiben. Deswegen und aufgrund einer veränderten Fütterung sei die Vermarktung der Eier als Bioeier nicht mehr möglich.

Im Zuge erster Bodenprüfungen waren im April erhöhte PCB-Gehalte auf zwei von zehn untersuchten Flächen des Stemweder Hofs festgestellt worden. Weiter gesperrt bleiben die fünf Legehennenbetriebe in Niedersachsen, in deren Eiern im Frühjahr ebenfalls ein überhöhter Gehalt an Dioxin und dl-PCB festgestellt worden war. Futter kann den Behörden zufolge auch im jüngsten Fall des betroffenen Hofes im Emsland als Ursache ausgeschlossen werden.