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Militärgelände für seltene Tierarten

Beate Jessel (BfN) und Barbara Hendricks (BUMB) stellten die neuen Naturerbe-Gebiete vor. Foto: BMUB/Wagner

Die Naturerbe-Gebiete sollen künftig Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten werden. Das hat der Haushaltsausschuss des Bundestages diese Woche beschlossen. Die Flächen sollen im Besitz des Bundes bleiben und nicht privatisiert werden, heißt es in einer Pressemeldung des Bundesumweltministerium (BMUB).

Als Nationales Naturerbe werden sie zu einem Premium-Schutzgebiet, in dem Naturschutz nicht mit einer Nutzung konkurrieren muss. Damit sind die Flächen dauerhaft für den Naturschutz gesichert. "Wir nutzen mit dieser Übertragung eine historische Chance: Viele Flächen, die einst Sperrgebiet waren, brauchen wir nicht mehr für militärische Zwecke", sagt Bundesumweltminierin Barbara Hendricks.

Erstmals auch Flächen in NRW umgewandelt

Bisher wurden ausschließlich Flächen im Osten in Nationales Naturerbe umgewandelt. Nun sind erstmals Flächen im gesamten Bundesgebiet enthalten. Ein Großteil der Fläche ist Wald, der der natürlichen Entwicklung überlassen werden soll. Auch Moore und Auen sollen sich naturnah entwickeln, Heidelandschaft soll erhalten werden. In Nordrhein-Westfalen gelten für 5.248 Hektar, verteilt auf 13 Gebiete, höchste Naturschutzanforderungen. Das größte Gebiet in NRW befindet sich in Haltern-Borkenberge und ist knapp 1.800 Hektar groß. Eine Karte, auf der die Naturerbe-Gebiete der 3. Tranche eingetragen sind, finden sie hier .

Die Pflege der Flächen sollen verschiedene Naturschutzträger übernehmen. Dazu gehören die Länder und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt- und Naturschutzorgansation. Auch der Bund will rund 18.000 Hektar übernehmen. Die Flächen sollen für Besucher geöffnet werden, damit Menschen aus den umliegenden Städten Natur erleben und sich erholen können. BMUB