"Faire Milch" ist ein Erfolg

Mit diesem Ergebnis hatten selbst Optimisten nicht gerechnet. Der Verkauf von sogenannter Fairer Milch in den rund 450 Geschäften der Rewe Dortmund hat viel schneller als erwartet das angepeilte Niveau erreicht. Rund die Hälfte der im September dort verkauften Trinkmilch mit 3,5 % oder 1,5 % Fett wurde von den Kunden bewusst zu einem höheren Preis eingekauft. Der Mehrerlös geht zum großen Teil an die Milcherzeuger. Viele Lieferanten der Molkerei Wiesehoff in Schöppingen (Kreis Borken) bekommen deshalb für den Monat September gut 2 Cent/kg mehr Milchgeld.

Das Konzept der „Fairen Milch“ haben Rewe und die Privatmolkerei Wiesehoff gemeinsam umgesetzt. Dabei geht es um Folgendes: Wiesehoff füllt speziell für die „Dortmunder“ Rewe-Märkte traditionell pasteurisierte Trinkmilch in zwei Fettgehaltsstufen ab. Diese Milch wird unter der Handelsmarke „Bubi“ vom Ruhrgebiet über das Münsterland bis nach Ostwestfalen angeboten und zu einem Preis von 55 Cent/l bzw. 59 Cent/l verkauft. Im Vergleich zur Standardware, die unter dem Label einer anderen Rewe-Marke läuft, ist das ein Preisaufschlag von immerhin 13 Cent/l bzw. 11 Cent/l.

Auf den Milchpackungen wird den Verbraucherinnen und Verbrauchern erklärt, dass vom Verkaufserlös 10 Cent/l direkt an die Milchbauern im Münsterland fließen, von denen die Milch auch produziert wurde. Ausgelobt wird also quasi ein Dreierpack mit den Komponenten „fair, regional und traditionell hergestellt“, wie Heinz-Peter Bierwirth von der Dortmunder Rewe-Geschäftsführung erläutert.
Gestartet ist das Projekt in der letzten Augustwoche. Mittlerweile ist klar, dass die Aktion keine Eintagsfliege ist, sondern dass viele Kunden ganz bewusst und dauerhaft die Faire Milch in den Einkaufswagen legen.
Mit genauen Daten zur Produktion und zum Abverkauf halten sich sowohl die Molkerei als auch Rewe zurück. Wenn aber Bierwirth davon spricht, dass die Hälfte der verkauften Milch „fair“ gewesen sei, dann entspricht das einer Menge von mehr als 200.000 l pro Woche. ri


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