Bullenmast: Qualität der Maissilage entscheidet

„1250 g/Tag bei den Schwarzbunten und 1400 bis 1500 g/Tag bei Fleckviehbullen – das müssen die Zielwerte für die Tageszunahmen in der Bullenmast sein“, forderte Dr. Michael Baum von der Agravis Raiffeisen AG. Im Rahmen einer genossenschaftlichen Informationstagung, zu der Westfleisch und Agrarvis Bullenmäster aus den Regionen Weser-Ems und Südoldenburg nach Haselünne (Kreis Emsland) eingeladen hatten, referierte Dr. Baum über Fütterungskonzepte für eine profitable Bullenmast.

Grundlage einer erfolgreichen Mast sei immer die Maissilage, deren Energiegehalt mindestens 10,8 MJ ME/kg TS betragen solle, betonte der Futtermittelexperte. „Auch die Qualität muss stimmen“, so Dr. Baum. Augenscheinlich profane Dinge, wie eine Abdeckung der Silage unmittelbar nach der Ernte, eine gleichmäßige Fixierung der Folie und ausreichender Vorschub bei der Futterentnahme, würden in der Praxis oftmals vernachlässigt. Pilzbefall und Nacherwärmung seien die Folge. Werde nacherwärmte Silage dann verfüttert, gingen Futteraufnahme und Tageszunahmen deutlich zurück. Um Nacherwärmung zu verhindern, müsse vor allem auf eine ausreichende Verdichtung im Silo geachtet werden. Diese werde in der Praxis in vielen Fällen nicht erreicht: Das Gewicht des Walzschleppers sei häufig nicht an die hohe Bergeleistung der Erntekette angepasst, sodass das Erntegut nicht genügend „festgefahren“ werde. Als Faustzahl für das Gewicht des Walzschleppers in Tonnen gelte die Formel: Gesamte Bergeleistung der Erntekette in t/h geteilt durch vier. Dörte Quinckhardt


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