Absatz von Mineraldüngern stark gesunken

Im Ende Juni abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2008/09 ist der Absatz von Mineraldüngern in Deutschland deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) vergangene Woche mitteilte, wurden 1,55 Mio. t Stickstoffdünger, 0,17 Mio. t Phosphatdünger, 0,18 Mio. t Kalidünger und 2,38 Mio t Kalkdünger aus inländischer Produktion oder Einfuhr an landwirtschaftliche Absatzorganisationen und Endverbraucher abgesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr nahm der Absatz bei Stickstoffdüngern um 14,2 % ab; bei Phosphat- und Kalidüngern gab es mit einem Minus von 44,9 % bzw. 65 % einen regelrechten Einbruch. Seit 1949/50 wurden in keinem Wirtschaftsjahr weniger Phosphat- und Kalidünger abgesetzt. Demgegenüber stieg der Absatz von Kalkdünger im Vergleich zu 2007/08 um 8,1 %. Der Aufwand je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche sank laut Darstellung der Statistiker bei Stickstoffdüngern von 107 kg auf 92 kg, bei Phosphatdüngern von 19 kg auf 10 kg und bei Kalidüngern von 30 kg auf 11 kg. Bei Kalkdüngern stieg der Hektarwert von 125 kg auf 135 kg. Im Wirtschaftsjahr 2008/09 wurden die Stickstoffdünger zu 40 % als Kalkammonsalpeter, zu 28 % als Harnstoffdünger und zu 10 % als Ammonnitrat-Harnstoff-Lösungen abgesetzt.

Als Mehrnährstoffdünger kamen Stickstoffdünger lediglich mit 7 % zum Einsatz.
Demgegenüber wurden Phosphatdünger zu etwa 95 % als Mehrnährstoffdünger abgegeben; dabei überwogen mit einem Anteil von 68 % die Stickstoff-Phosphatdünger. Kalidünger gingen zu 46 % als Kaliumchlorid in den Markt, wovon 39 % auf Mehrnährstoffdünger entfielen. Kalkdünger wurden zu zwei Dritteln als Kohlensaurer Kalk verkauft. Entgegen der rückläufigen Entwicklung beim Absatz von Stickstoffdüngern insgesamt wurden innerhalb dieser Gruppe 42,6 % mehr Harnstoffdünger abgesetzt als ein Jahr zuvor; der Absatz von Kalkammonsalpeter verringerte sich hingegen um 22,5 %. AgE


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