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Jakobskreuzkraut ist für Pferde giftig Digital Plus

Meine Wiese habe ich an einen Pferdehalter verpachtet. Darauf wächst die mitgesandte Pflanze. Ist diese Pflanze giftig für die Pferde? Wie können wir sie bekämpfen?

Die Pflanzenproben, die Sie uns eingesandt haben, lassen sich eindeutig als Jakobskreuzkraut bestimmen. Diese Pflanze bildet im ersten Jahr eine Rosette mit tief
geschlitzten Blättern. Von ihrer Pfahlwurzel ausgehend, erstrecken sich zahlreiche Faserwurzeln im Umkreis von 30 cm und mehr. Der aufrechte Stängel wächst erst ab dem zweiten Jahr. Oberhalb der Mitte verzweigt er sich. Ab Mitte Juni blühen die ersten Pflanzen, die Hauptblütezeit ist im Juli. Jakobskreuzkraut ist ein Korbblütler, der rund 15 bis 20 mm große,...

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Die Pflanzenproben, die Sie uns eingesandt haben, lassen sich eindeutig als Jakobskreuzkraut bestimmen. Diese Pflanze bildet im ersten Jahr eine Rosette mit tief geschlitzten Blättern. Von ihrer Pfahlwurzel ausgehend, erstrecken sich zahlreiche Faserwurzeln im Umkreis von 30 cm und mehr. Der aufrechte Stängel wächst erst ab dem zweiten Jahr. Oberhalb der Mitte verzweigt er sich. Ab Mitte Juni blühen die ersten Pflanzen, die Hauptblütezeit ist im Juli. Jakobskreuzkraut ist ein Korbblütler, der rund 15 bis 20 mm große, goldgelbe Einzelblüten bildet. Die buschigen Blütenstände sind stark verzweigt. Ausgewachsene Pflanzen werden 30 bis 100 cm hoch. Die kräftigen Stängel sind meist rot angefärbt. Beim Zerreiben der Blüten und Blätter entwickelt sich ein unangenehmer Geruch. Die gesamte Pflanze ist giftig! Am giftigsten sind jedoch die jüngsten Blätter. Besonders giftig sind die Pflanzen für Rinder und Pferde (!). Informieren Sie unbedingt den Pferdehalter über diesen Umstand. So können 40 bis 80 g Frischmasse/kg Körpergewicht bei Pferden bereits tödlich sein. Ein einzelner Trieb wiegt im Mittel etwa 70 g (Frischmasse). Wirksame Herbizide gegen blühende Jakobskreuzkrautpflanzen gibt es nicht! Diese Pflanzen sollte der Bewirtschafter jetzt herausreißen oder abmähen. Ein günstiger Bekämpfungstermin für Herbizide ist nur das Rosettenstadium. Können Sie die besonderen Auflagen von Simplex einhalten, sollten die sich im Rosettenstadium befindlichen Pflanzen jetzt noch bekämpft werden. Bei einer Einzelpflanzenbehandlung mit der Rückenspritze empfiehlt sich eine 1%ige Lösung (100 ml auf 10 l Wasser). Ist dies nicht möglich, ist im zeitigen Frühjahr (Rosettenstadium) eine Regulierung mit 6 l/ha Banvel M möglich.