Zum Inhalt springen
4 °C Münster (Westfalen)

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Im Notfall Sonnenstrom nutzen? Digital Plus

Auf unserem Schweinestall haben wir vor einigen Jahren eine 30-kW-Photovoltaikanlage installiert. Jetzt über­lege ich, ob die PV-Anlage wohl auch als „Notstromversorger“ funktionieren würde, falls unsere Netzstromversorgung beispielsweise nach Blitzschlag oder Baggerarbeiten mit Kabelbeschädigung mal unterbrochen wäre. Dann wäre es doch hilfreich, wenn vom Dach genug Strom zumindest für die nötigsten Verbraucher käme (Ventilatoren, Wasserpumpe, Fütterung usw.).

Um eine Photovoltaikanlage (hier ein Archivfoto) als Notstromversorger nutzen zu können, ist ein entsprechender Stromspeicher nötig.

In vielen Fällen könnten PV-Anlagen der beschriebenen Größen­ordnung, wie sie bei Ihnen und etlichen Berufskollegen installiert sind, von der Leistungskapazität her eine ausreichend gute Ver­sorgung der lebensnotwendigen Stromverbraucher auf dem Betrieb sicherstellen. Die Sache hat nur einen Haken: Die Notstromversorgung muss jederzeit gesichert sein. Die Leistung muss auch dann zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht od

Digital Plus

Dieser Inhalt ist exklusiv für Wochenblatt-Plus Abonnenten

Anmelden

E-Mail oder Benutzername
Passwort / Kundennummer
In vielen Fällen könnten PV-Anlagen der beschriebenen Größen­ordnung, wie sie bei Ihnen und etlichen Berufskollegen installiert sind, von der Leistungskapazität her eine ausreichend gute Ver­sorgung der lebensnotwendigen Stromverbraucher auf dem Betrieb sicherstellen. Die Sache hat nur einen Haken: Die Notstromversorgung muss jederzeit gesichert sein. Die Leistung muss auch dann zur Verfügung stehen, wenn die Sonne nicht oder kaum scheint. Das heißt: Eine PV-Anlage könnte sehr wohl als Notstromversorger infrage kommen – allerdings nur in Kombination mit einem geeigneten Batteriespeicher, der im längerfristigen „Inselbetrieb“ (ohne externen Strom) genug Leistung zur Versorgung der hier angedachten Verbraucher zur Verfügung stellt. Technisch sind solche Konstellationen heute mit bestimmten Wechselrichtern möglich. Die Frage ist allerdings, wie teuer die Erweiterung der PV-Anlage um den Batteriespeicher und einige andere Bauteile für die Insellösung wird. Wird die Investition nur für den Notstrombetrieb getätigt, rechnet sie sich wohl kaum. Dann ist ein konventionelles Notstrom­aggregat in der Regel günstiger. Möchte der PV-Anlagenbetreiber über den Batteriespeicher jedoch in der Hauptsache seinen jähr­lichen Eigen­stromverbrauch steigern, könnte die Rechnung anders enden. Vor einer solchen Anschaffung sollte man sich aber unbedingt gezielt von unabhängigen Fachleuten beraten lassen. (Folge 7-2019)