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Kein Hausfrieden im Mietshaus Digital Plus

Die Mieter in unserem Fünf-Familien-Haus zoffen sich regelmäßig. Es geht um nicht verschlossene Haustüren, Hundegebell, Besucher, falsch abgestellte Autos usw. Wiederholt habe ich sie mündlich und schriftlich ermahnt, den Hausfrieden zu wahren. Oft rufen sie mich sogar nachts an. Wie kann ich als Vermieter reagieren?

Der Vermieter sollte bereits beim Einzug den Mietern klar sagen: „Verstöße ­gegen die Hausordnung werden nicht geduldet.“

Als Vermieter sind Sie verpflichtet, für die Einhaltung des Hausfriedens zu sorgen. Die Mieter sind verpflichtet, durch ihr Verhalten nicht die anderen Mietparteien zu stören. Sofern noch nicht geschehen, bitten Sie Ihre Mieter noch einmal schriftlich, ein Protokoll über die einzelnen Störungen, inhaltlich so präzise wie möglich (wer hat wann was wie lange gemacht), zu erstellen. Hinsichtlich der Ihnen bereits bekannten Störungen sollten Sie die stören

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Als Vermieter sind Sie verpflichtet, für die Einhaltung des Hausfriedens zu sorgen. Die Mieter sind verpflichtet, durch ihr Verhalten nicht die anderen Mietparteien zu stören. Sofern noch nicht geschehen, bitten Sie Ihre Mieter noch einmal schriftlich, ein Protokoll über die einzelnen Störungen, inhaltlich so präzise wie möglich (wer hat wann was wie lange gemacht), zu erstellen. Hinsichtlich der Ihnen bereits bekannten Störungen sollten Sie die störenden Mieter schriftlich abmahnen und drohen, bei Wiederholungen das Mietverhältnis zu kündigen. Dabei ist darauf zu achten, dass nur Mietverhältnisse insgesamt und nicht einzelnen Mietern innerhalb eines Mietverhältnisses (etwa Ehepartnern) gekündigt werden dürfen. Sofern sich Störungen als ausreichend schwerwiegend darstellen, können Sie ein Mietverhältnis, unter Umständen auch fristlos, kündigen, wenn sich die abgemahnten Störungen wiederholen. Die Frage, wann Störungen unter den Mietern so erheblich sind, dass eine Kündigung gerechtfertigt ist, ist im Einzelfall schwierig zu beantworten. Kehrt nach Ihren schriftlichen Abmahnungen kein Frieden im Haus ein, sollten Sie sich von einem im Mietrecht versierten Anwalt oder von Haus und Grund ­beraten lassen. Zur Wahrung Ihres Friedens sollten Sie auf Beschwerden der Mieter, die auf persönlichen Angelegenheiten beruhen, nicht nachts reagieren. Mieter haben keinen Anspruch auf eine 24-stündige Erreichbarkeit des Vermieters. Sollte ein Notfall vorliegen, können die Mieter die Polizei rufen. (Folge 45-2019)