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Notfall

Was im Notfall zu tun ist

Mehr als 80 % aller Notfälle ereignen sich im persönlichen Umfeld. ­Wissen Sie, wie Sie sich in einer solchen Situation verhalten sollten?

Benötigen Sie außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen dringend ärztliche Hilfe, rufen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst an.

Mittwochabend: Hausärztliche Praxen haben nun geschlossen. Luise machen plötzlich kolikartige Bauchkrämpfe zu schaffen. Die 55-Jährige hat Durchfall und ihr ist übel. Schließlich hält sie es vor Schmerzen im rechten Oberbauch und Rücken kaum noch aus. Der Zustand hält nun schon seit einer Stunde an – ohne Aussicht auf Besserung. Was ist zu tun?

Notdienstzentrale: 116 117

Nicht immer muss gleich ein Rettungswagen gerufen werden. Ein Magen-Darm-Infekt mit Schwäche­gefühl oder sehr starke Rückenschmerzen sowie ein Sturz mit banaler Verletzung sind in der Regel kein akuter Notfall. Außerhalb der Praxissprechzeiten sollten Sie die 116  117 wählen. Unter dieser Nummer erreichen Sie einen Ansprechpartner des ärztlichen Bereitschaftsdienstes, der Sie bereits am Telefon beraten kann, wie Sie passend versorgt werden.

Von ihm erfahren Sie, wo bei Bedarf die nächste Notdienstpraxis für den hausärztlichen Bereich zu finden ist. Sind Sie aufgrund der Erkrankung nicht mobil, wird in Ausnahmefällen ein Haus­besuch durchgeführt. Bis zum Eintreffen müssen Sie vor allem an Wochenenden und Feiertagen sowie nachts mit längeren Wartezeiten rechnen. Manchmal stabilisiert sich der Zustand des Erkrankten auch so weit, dass es reicht, am anderen Tag zum Hausarzt zu gehen. Auch dazu wird Ihnen der Ansprechpartner der Notdienstzentrale eine Einschätzung geben können.

Im Notfall wählen Sie die 112

Bestehen aber eine unklare Lage, eine lebensgefährliche Situation oder lassen sich durch Einsatz des Rettungswagens schwere gesundheitliche Schäden verhindern, dann sollten Sie sofort den Rettungsdienst unter 112 rufen.

In der Regel meldet sich in der Rettungsleitstelle ein Ansprechpartner der hiesigen Feuerwehr oder des Roten Kreuzes. Wichtig ist, dass Sie bei der Meldung so lange am Apparat bleiben, bis der Ansprechpartner keine Fragen mehr hat und alles geklärt ist.

Akute Notfälle

Bei folgende Symptomen sollten Sie einen Notarzt rufen:
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schwere Atemnot,
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allergischer Schock oder Kreislaufkollaps beispielsweise nach Insektenstich,
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Bewusstlosigkeit,
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Unfall und Stürze mit schweren Verletzungen,
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plötzliche Brustschmerzen als Anzeichen für einen Herzinfarkt,
- plötzliche Lähmungen mit Bewusstseins- und Sprachstörungen als Anzeichen für einen Schlaganfall,
- starke Schmerzen,
- Atem- oder Kreislaufstillstand,
- schwere Erkrankungen mit unklarer Lage.

Eventuell informieren Sie telefonisch auch einen Nachbarn, damit dieser den Rettungswagen einweisen kann, wenn beispielsweise mehrere Hauseingänge bestehen. Wenn möglich, sollten Sie Ihren Angehörigen mit dem Rettungsdienst begleiten. Sind Sie dazu in der Lage, fahren Sie mit dem eigenen Pkw hinterher.

Vorbereitungen treffen

Für Notfälle sollten Sie bestimmte Sachen bereitliegen haben. Das sind zum Beispiel der Medikamentenplan, die Krankenversichertenkarte und Kleidung für zwei bis drei Tage. Liegen Kur- oder Arztberichte vor, halten Sie diese ebenfalls gesammelt parat. So kann sich der Notarzt erst einmal ein Bild über Vordiagnosen und die Medikation verschaffen, und dann entsprechend ­handeln.

Bis der Notarzt eintrifft, wirken Sie beruhigend auf den Betroffenen ein.

Den vollständigen Beitrag können Sie nachlesen auf den Gesundheitsseiten der Wochenblattausgabe 19 vom 09. Mai 2019.

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