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Holzmarkt

Nadelwertholz übertrifft alle Erwartungen

Lärche und Douglasie erzielten bei den Nadelholzsubmissionen in Hessen und Niedersachsen Höchstpreise. Besonders die Lärchenstämme sorgten für Erstaunen.

In Hessen erreichte die Lärche einen Durchschnittspreis von 371 €/fm - 35 % mehr als im Vorjahr.

In der vergangenen Woche fanden in Hessen und Niedersachsen die traditionellen Nadelwertholzversteigerungen statt.

Im Forstamt Jossgrund (Main-Kinzig-Kreis) führte HessenForst seine Nadelwertholzsubmission durch. Insgesamt wurden 719 fm Nadelholz in 403 Einzellosen angeboten. Lärche (479 Fm), Kiefer (123 Fm) und Douglasie (112 Fm) stellten mengenmäßig den Löwenanteil des Angebotes dar. Fichte und Tanne wurden nur in geringen Mengen (< 10 Fm) angeboten.

Der erzielte Durchschnittserlös von 309 €/fm liegt 73 € über dem des Vorjahres. Das Interesse lag mit 19 Bietern für die Stämme von fünf verschiedenen Baumarten aber unter Vorjahresniveau.

Lärchenpreis sprengt den Vorjahreswert deutlich

Die Lärche erreichte einen Durchschnittspreis von 371 €/fm und somit eine Preissteigerung von durchschnittlich fast 100,- €/fm bzw. 35% (2018: 274,- €/fm). Die Douglasie erzielte durchschnittlich 205 €/fm, was einen Preisrückgang von 26,- €/fm im Vergleich zu 2018 bedeutet.

Das Spitzengebot betrug 912 €/fm für einen Lärchen-Stamm. Mit 1,76 fm erzielt dieser einen Erlös von 1605 € netto.

Alle Lose wurden beboten. Die angebotenen Stämme wurden aus 20 hessischen Forstämtern geliefert. Darüberhinaus boten 12 Privat- bzw. Kommunal-Forstverwaltungen ihr Holz auf dem Wertholzplatz an.

Teuerster Stamm stammt aus Mecklenburg-Vorpommern

Die Niedersächsischen Landesforsten und andere Waldbesitzer aus ganz Norddeutschland haben auf zwei Holzlagerplätzen im Forstamt Oerrel (Heidekreis) und im Forstamt Münden (Landkreis Göttingen) insgesamt 1432 fm wertvolles Nadelholz zur Versteigerung angeboten. Die Angebotsmenge fiel damit nur 158 fm geringer aus als im Vorjahr, obwohl die Arbeitskapazitäten bereits durch die Probleme bei der Käferholzaufarbeitung und im Laubholzeinschlag stark beansprucht waren.

Der teuerste Einzelstamm der Nadelwertholz-Submission ist in diesem Jahr eine Lärche aus dem Forstamt Schlemmin in Mecklenburg- Vorpommern mit einem Volumen von 5,16 fm, die zum Gesamtpreis von 3209 €von einem westdeutschen Furnierwerk ersteigert wurde.

Nach einem Zwischenhoch im Vorjahr pendelte sich der durchschnittliche Douglasienpreis in Niedersachsen auf das Niveau der Jahre 2016 /2017 ein.

Lärche erreicht Rekordmarke

Submissionsleiter Karsten Meinecke von den Niedersächsischen Landesforsten ist zufrieden: „Erwartungsgemäß stellt sich die Preisentwicklung bei den Holzarten Lärche, Kiefer und Douglasie im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich dar. Während die Lärche nochmals um 13,6 % zulegte und eine neue Rekordmarke erreichte, hielt die Kiefer das Preisniveau des zurückliegenden Jahres. Bei der Douglasie ging der erzielte Durchschnittspreis nach einem Zwischenhoch im Vorjahr auf das Niveau der Jahre 2016 /2017 zurück“.

Dr. Michael Habermann vom Forstamt Oerrel resümiert: „Die Verwendung der gekauften Nadelwerthölzer ist sehr unterschiedlich, sie geht von der Douglasien-Schlossdiele über hochwertige Kiefern-Fensterkanteln und in Ausnahmefällen bis zum Lärchenfurnierholz."

Die Submission ist ein Bieterverfahren, bei dem vom Kunden schriftliche Angebote abgegeben werden. Bei der Angebots-Eröffnung zu einem Stichtag erhält der Meistbietende dann den Zuschlag.