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Omas Apfel veredeln

Gärtner Damian Jaschik zeigt eine veredelte Pflanze. Mit einem Kunststoffband werden Unterlage und Edelreis verbunden. Foto: Otte

10.12.2013 . Noch kein Weihnachtsgeschenk für den Gartenfreund? Vielleicht wäre eine Auftragsveredelung etwas! Damit lassen sich lieb gewonnene Obstsorten erhalten. Dabei entsteht aus einem Zweig der neue Baum.

Das Veredeln ist eine jahrhundertealte Technik, die eine genetisch identische Kopie der gewünschten Sorte erzeugt. Dabei werden zwei Komponenten zusammengefügt: Ein Zweig der zu erhaltenden Pflanze und ein anderes Wurzel- und Stammsystem.

Dieses System heißt in der Fachsprache der Gärtner Unterlage. Die Unterlage beeinflusst das Wachstum und ist für die Aufnahme der Nährstoffe zuständig. Form und Geschmack der Frucht werden durch die aufveredelte Sorte beeinflusst.

Nach Weihnachten geht´s los

Wie die Auftragsveredelung funktioniert, zeigt zum Beispiel die Baumschule Giesebrecht aus Lünen.  Sie veredelt Apfel, Birne, Süßkirsche, Sauerkirsche, Pflaume, Mirabelle und Zwetschge. Im Zeitraum von Mitte Januar bis Mitte Februar können Interessierte Zweige der gewünschten Sorte zur Baumschule bringen.

Die Zweige sollten mindestens vier Knospen haben und bis zu 50 cm lang sein. Eingewickelt in feuchtes Zeitungspapier können sie abgegeben werden. „Der Kunde kann sie schon im Dezember abschneiden, wenn er sie anschließend feucht lagert. Am besten wäre es aber kurz vor der Veredelung im Januar“, sagt Wolf-Dieter Giesebrecht. In dieser Phase stehen die Pflanzen nicht im Saft und können veredelt werden.

Fertig im nächsten Herbst

Im Herbst desselben Jahres kann der Kunde den Baum abholen. Er bekommt ihn wurzelnackt und kann ihn dann in seinem Garten pflanzen. Drei Zweige sollte der Kunde mitbringen. So erhöht er die Chance, dass zumindest eine der drei Veredelungen gelingt. Patrick Otte

Den kompletten Beitrag finden Sie in der aktuellen Wochenblatt Folge 49 auf den Seiten 94-95.

 

 

 

 

 

 

 

 

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